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Der heute 48 Jahre alte Norman Franz wird seit 1999 weltweit gesucht. Bild: dpa

Nach „Aktenzeichen XY“ : Mehr als 50 neue Hinweise auf Mordverdächtigen Norman Franz

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Er soll fünf Menschen umgebracht haben: Seit fast 20 Jahren ist Norman Franz verschwunden. Nun gingen mehr als 50 neue Hinweise zu seinem Verbleib ein.

          Auf den Fahndungsaufruf bei der Suche nach dem mutmaßlichen Fünffach-Mörder Norman Franz sind mehr als 50 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Das hat eine Sprecherin des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen (NRW) in Düsseldorf auf Anfrage mitgeteilt. Allen Hinweisen werde nun nachgegangen.

          In der vergangenen Woche hatten das Landeskriminalamt NRW und die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ einen neuen Fahndungsaufruf nach dem Franz gestartet. Dieser ist seit fast 20 Jahren verschwunden und zählt zu den meistgesuchten Verbrechern Deutschlands.

          Weil es keine neueren Fotos von Norman Franz gibt, setzen die Zielfahnder des Landeskriminalamts auf eine Stimmprobe des heute 48 Jahre alten Mordverdächtigen. Sie stammt aus einem mitgeschnittenen Telefonat.

          Der Fall des Norman Franz schrieb Kriminalgeschichte. Franz war wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden: Im März 1995 hatte er an einem Golfplatz in Dortmund eine Handgranate in ein Auto geworfen. Zwei Menschen starben.

          Am 11. März 1997 gelang ihm die Flucht aus dem Gefängnis in Hagen. Noch im gleichen Jahr soll er in Weimar und in Halle bei Raubüberfällen drei Geldboten erschossen haben. Danach hatte er sich mit seiner Frau nach Portugal abgesetzt, wo er am 24. Oktober 1998 gefasst wurde.

          Doch abermals gelang ihm die Flucht: Vor der geplanten Auslieferung an die deutschen Behörden türmte er am 28. Juli 1999 aus dem Zentralgefängnis von Lissabon. Franz hatte die Fenstergitter seiner Zelle durchgesägt, sich mit einem Bettlaken abgeseilt und dann vier Mauern überwunden.

          Seitdem ist er weltweit wegen fünffachen Mordes zur Fahndung ausgeschrieben. Auf ihn ist eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.

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