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Kontrolleure gegen Schwarzfahrer Das Schaffner-Radar

 ·  Mit Hilfe des neuen Münchner Twitter-Kanals „MVV Blitzer“ warnen Schwarzfahrer vor Fahrschein-Kontrollen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Initiatoren wollen damit gegen die hohen Ticketpreise demonstrieren.

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Cornelia Gilsbach

@Ulrich Stauf

Bis Singapur und Hongkong brauchen Sie gar nicht zu fliegen, um bessere Systeme zu finden. Paris kann´s perfekt in seiner Metro, Rom ebenfalls, London... nur hier in Deutschland wird es wie üblich mal wieder extrem kompliziert geregelt. Auch in meiner Stadt stehen Fahrkartenautomaten, für die man erstmal 3 Semester Studium braucht. Seit ich zum ersten Mal vor Jahren in Paris war, weiß ich, was unser ÖPNV wirklich ist: provinziell!

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Hannes Mayer
Hannes Mayer (hotzen) - 10.08.2011 10:41 Uhr

Die Flut der Prozesse

Der Artikel führt die Berliner Richter auf, die vor kurzem über die Flut der Prozesse wegen schwarz Fahren klagen. Leider bleibt ungeklärt, ob diese Flut mit einem Steigen der Schwarzfahrer zusammenhängt oder dass die Deutsche Bahn, die für die Berliner S-Bahn zuständig ist, ihr Anzeigeverhalten geändert hat. Die DB zeigt seit einiger Zeit Schwarzfahrer bei einer geringeren Zahl von Verstößen an als früher.

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Michael Germer
Michael Germer (MGermer) - 10.08.2011 09:52 Uhr

Zu kompliziert, Kurzstrecken zu teuer und nur mit Kleingeld kimmt man weiter...

Ich muss einigen Vorkommentatoren Recht geben. Das Tarifsystem ist zu kompliziert in Deutschland. Nur wer sich in seinem Gebiet auskennt, kommt damit klar. Kommt man nur in eine andere Stadt, kommt man sich manchmal wie im Ausland vor, dessen Sprache man nur am Rande mächtig ist. Dazu kommt es, dass Kurzstrecken viel zu teuer sind im Verhältnis zum Tarif für Fahrten durch die ganze Stadt. Wenn man diese Kosten mal senkt und ihrer Beförderungsweite anpasst, würden sicher auch mehr Leute einen Fahrschein ziehen, was den Verlust durch die Preissenkung wieder ausgleicht. Strafen verdoppeln und mal ins Ausland schauen, wo es (wie schon beschrieben von einigen hier) echt prima Systeme gibt.
Achja, Bezahlen von Fahrscheinen sollte immer auch mit Scheinen ermöglicht werden. Man kann leider nicht immer vorher wissen, wann man mit der Bahn fahren will und die Geld-Karte ist leider bei so einer SPontanfahrt auch meist leer.

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nick fury
nick fury (monoman) - 09.08.2011 20:55 Uhr

???

Gab es hier auch schon mal einen ähnlichen Bericht über Privatradiostationen, bei denen man anrufen und Radarkontrollen melden kann, damit PS-Walküren und Gasfussrambos ungestört weiter zu schnell durch Innenstädte brettern können? Da sind mir ÖPNV-Schmarotzer doch weit lieber als von so einer/m totgerast zu werden!

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 09.08.2011 19:13 Uhr

Es geht wirklich ganz anders ...

Auch in Singapur und in Bangkok funktioniert der "Fahrscheinverkauf" so, wie schon von einem Kommentator hinsichtlich Hongkong beschrieben. Und bei uns, z.B. in Berlin??? Da steht man dann in der U-Nahn vor einem Automaten mit Touchscreen (wie appetitlich), muss erst das Menü zur Fahrscheinauswahl aufrufen und dann die entsprechende "Taste" drücken. Dann wird man zur Geldeingabe aufgefordert. Und die dauert ..... nicht weil der Bediener zu langsam die Münzen einwirft, nein, weil das Gerät nach jedem Münzeinwurf für ca. eine Sekunden den Schlitz sperrt und dann erst wieder freigibt. Hat man es dann doch irgendwann mal geschafft, den fälligen Betrag einzuzahlen, dann fängt das Ding an, den Fahrschein zu drucken ... und das dauert auch (zwischendurch fährt einem die Bahn vor der Nase weg). Dann wird endlich der Fahrschein ausgeworfen und später auch eventuelles Wechselgeld. Fertig? Nein, jetzt muss noch der Fahrschein an einem weiteren Gerät entwertet werden. Erst dann darf man in die Bimmelbahn, denn etwas anderes ist die Berliner U-Bahn im Vergleich zu den Bahnen in den oben erwähnten Metropolen nicht, einsteigen. Jetzt fertig? Ja, es sei denn, man hört die Aufforderung "Die Fahrausweise bitte!". Fertig jetzt? Ja endlich,es reicht!

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Jutta Hamberger

Kostenlostgesellschaft allüberall

Na klar. Kostenlos S-und U-Bahn fahren. Kostenlos alle Inhalte im Netz kriegen. Schnäppchenjagd hier und Billiger dort. Was denn noch?
Man kann sich natürlich darüber streiten, ob die Öffis zu teuer sind (sagen eigentlich immer alle Fahrgäste) oder nicht (sagen die, die diese Infrastruktur vorhalten müssen, denn jeder ÖPNV ist chronisch defizitär). Controlletti-Warnen per Twitter als "wir protestieren gegen die hohen Fahrpreise" zu verbrämen, finde ich einfach bigott. Die Zeche zahlen die, die zahlen. So einfach ist das. Man nennt das Schmarotzertum. Daran ändern auch die schicken social media nichts.
Übrigens kann man in München ganz billig, ganz ohne Ticket, ganz ohne Controlletti Fahrrad fahren. Man kann sich in Fahrgemeinschaften zusammenschließen oder gleich aufs Statt-Auto umsteigen. Wem es ums Geld sparen geht, der findet genügend Alternativen.

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Mario Rutar
Mario Rutar (Rufaz) - 09.08.2011 18:47 Uhr

Fairerweise muss ich hier den MVG in Schutz nehmen...

Diejenigen, die mit Genuss scharzfahren, sind meist die Ersten, die sich über weitere Ticketpreiserhöhungen ereifern. Gerade München hat ein ausgezeichnetes Verkehrssystem und irgendwer muss die Infrastruktur schliesslich erhalten. Dazu kommen die Personalkosten, denn die MVG-Angestellten wollen auch eine leistungsgerechte und ihrer Verantwortung angemessenen Entlohnung bekommen. Wie gut ausgebaut das Münchner Verkehrsnetz ist, merkt man dann (schmerzlich), wenn man ohne Auto in der "Pampa", sprich: dem Umland, unterwegs ist und auf den nächsten Bus 2-3 Std. (im Idealfall) warten muss und ab einer gewissen Uhrzeit überhaupt nichts mehr geht. Darüber sollten diese Personen vielleicht einmal nachdenken...

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 09.08.2011 17:27 Uhr

Es geht auch anders wie uns einige Länder zeigen

Das Münchner Tarifsystem ist nur für die verständlich die jeden Tag mit Der U- oder S-Bahn fahren. Wer erstmalig vor einem Automaten steht ist trotz Abitur hoffnungslos überfordert. Man zieht nach einem fünfminutigem vergeblichen Studium der Tarifzonen aufs Geradewohl eine Karte und hofft dass es bis zum Ziel reicht. Dass es auch anders geht, macht uns das Ausland vor. In Hongkong z.B. ist der gesamte Stadtplan auf einer großen Karte. Jede Zielstation hat eine Nummer die man in ein kleines Terminal eingibt. Man zahlt mit Kreditkarte oder Bargeld und bekommt einen Fahrschein. Mit diesem Fahrschein geht man durch eine Sperre, die nur öffnet, wenn der Fahrschein eingeführt wird und danach wieder herauskommt. Am Ziel ist wieder eine Sperre und man kommt nur mit dem Fahrschein raus. Kontrollen sind daher überflüssig. Die Kosten sind erschwinglich und es gibt keine Sondertarife für Kinder, Gruppen, oder Hundebegleitung. Tages, Wochen und Monatskarten kann man am Terminal auch ziehen. Das Bezahlkonzept erschließt sich für jeden in weniger als einer Minute, auch wenn er Ausländer ist. Deutschland ist Opfer seines Gerechtigkeitswahns, der die kompliziertesten Tarife der Welt bei öffentlichen Verkehrsmitteln kreiert.

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Sven Dahmen
Sven Dahmen (SDAHMEN) - 09.08.2011 17:09 Uhr

Verstehe ich nicht...

... da gibt es Leute, die meinen, in einer Großstadt wohnen zu müssen, haben i.d.R. relativ kurze Wege und wollen dafür nicht einmal bezahlen?

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Michael Meier
Michael Meier (never1) - 09.08.2011 16:56 Uhr

Studenten???

Eher Saboteure des ÖPNV. ich kenne keine Stadt, in der der ÖPNV kostendeckend arbeitet. Aber diese Subjekte meinen ja, daß ÖPNV, Studium, Sicherheit, Sauberkeit selbstverständluich und kostenlos seien. Arbeiten und bezahlen dafür sollen bitte NUR die anderen. Die Reaktion wird eine Erhöhung des Bußgeldes für Schwarzfahrer sein. Warum werden notorische Schwarzfahrer eigentlich nicht an den Pranger gestellt zB im www?

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Fritz Garbor

Sie Preise sind tatsächlich explodiert: In Stuttgart konnte man 1991

noch mit einem Kurzstreckenticket 2 Stationen S- Bahn für 1,30 DM, also 0,66 Euro, fahren, heute ist dieses Ticket abgeschafft und man zahlt 2,00 €.
Damit hat sich der Preis auf 300 Prozent verdreifacht, obwohl die Löhne nur um 50 - 60 Prozent stiegen.

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Andre Klapper
Andre Klapper (andre47) - 09.08.2011 16:25 Uhr

Keine neue Idee

Die Idee ist wahrlich nicht neu, fuer Prag wird dies zum Beispiel unter den Twitter-Konten revizoripraha oder mhdpraha angeboten.

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