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Konsequenzen aus Missbrauchskandal Rücktritte an der Odenwaldschule

27.03.2010 ·  Während einer Krisensitzung in der Odenwaldschule sind fünf von sieben Vorstandsmitgliedern zurückgetreten. Der Trägerverein räumte Fehler ein und versprach eine rückhaltlose Aufklärung.

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Der Vorstand der Odenwaldschule in Hessen ist am Samstag mehrheitlich zurückgetreten. Damit zogen fünf der insgesamt sieben Mitglieder die Konsequenzen aus dem vor drei Wochen bekanntgewordenen Missbrauchsskandal an der Privatschule in Heppenheim. Der Schritt war bereits am Montag angekündigt worden.

Im Vorstand bleiben nur Schulleiterin Margarita Kaufmann und Geschäftsführer Meto Salijevic. Neuwahlen soll es zu einem späteren Zeitpunkt geben. Die Rücktritte machten „den Weg frei für einen Neuanfang“, sagte Marc Tügel von der Gruppe der Altschüler.

„Wir wollen das besser machen“

Während einer Krisensitzung am Samstag räumte die Schule Fehler ein. „Es sind Dinge falsch gelaufen“, sagte Philipp Sturz vom Trägerverein. „Wir haben den Willen zur rückhaltlosen Aufklärung. Wir wollen das besser machen.“

Derweil sagte der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker der Zeitschrift „Der Spiegel“ weder er noch seine Frau hätten von den Missbrauchsfällen „Kenntnisse gehabt, auch nicht durch Andreas“. Sein 2008 verstorbener Sohn Andreas war Schüler an der Odenwaldschule und zählte zu der Wohngruppe des beschuldigten Schulleiters Gerold Becker.

Quelle: FAZ.NET mit dpa und F.A.S.
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