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Köperverletzung mit Todesfolge Gericht entlastet Labrador

21.02.2012 ·  In Düsseldorf ist ein Mann zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er seine Frau erwürgt hat. Entlastet wurde vom Gericht der Labrador der Toten - den hatte der Verteidiger des Angeklagten als möglichen Täter ausgemacht.

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Das Düsseldorfer Landgericht hat einen 50 Jahre alten Mann wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu acht Jahren Haft verurteilt. Er habe seine Frau erwürgt, daran bestehe kein Zweifel, befand das Gericht. Gleichzeitig entlasteten die Richter den Labrador der Frau vom Tötungsvorwurf. Das Verletzungsmuster könne nicht von einem Hund stammen, befanden sie am Dienstag. Der Verteidiger des Witwers hatte den Hund als Täter ins Spiel gebracht und einen Freispruch für seinen Mandanten beantragt. Die Düsseldorferin war erwürgt in ihrem Badezimmer gefunden worden.

Es sei bekannt, dass Labradors manchmal versehentlich ihre neugeborenen Welpen erdrücken, hatte der Anwalt vorgetragen. Möglicherweise habe der 35 Kilogramm schwere Hund die hilflose 44 Jahre alte Frau erstickt. Dem stand allerdings der Befund des Rechtsmediziners entgegen: Der hatte typische Würgeverletzungen an beiden Seiten des Kehlkopfs der Toten entdeckt.

Der BGH hatte ein Urteil wegen Totschlags aufgehoben

Der Witwer war in erster Instanz zu acht Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Urteil aber aufgehoben. Das Landgericht ließ mit seinem zweiten Urteil in der Sache zwar den Tötungsvorsatz fallen, beließ es aber beim Strafmaß.

Der BGH hatte gerügt, dass das Gericht aus dem Umstand, dass die Frau der Rechtsmedizin zufolge minutenlang gewürgt worden war, auf einen Tötungsvorsatz geschlossen hatte. Bei dem Ehemann war viele Stunden nach der Tat am 11. November 2010 ein Alkoholpegel von 3,4 Promille gemessen worden. Bei derartiger Trunkenheit habe er nicht unbedingt vorsätzlich gehandelt, befand der BGH.

Der Mann hatte seine Unschuld beteuert und behauptet, seine ebenfalls völlig betrunkene Ehefrau sei in der Tatnacht im Bad von der Toilette auf den Boden gerutscht. Er habe vergeblich versucht, der korpulenten Frau hoch zu helfen. Dann habe er ihr Kopfkissen und Decke gebracht und sei schlafen gegangen. Am nächsten Tag sei sie tot gewesen. Den Tod will er erst am Nachmittag gegen 16 Uhr bemerkt haben.

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