25.08.2012 · Im Kölner Zoo hat ein Tiger seine Pflegerin getötet. Das Tier habe die Frau am Samstag angefallen und so schwer verletzt, dass sie gestorben sei, teilte die Polizei mit. Das Tier wurde vom Zoodirektor mit einem Gewehr erschossen.
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Alle Katzen- Tiger, Löwen, Geparden, Leoparden, Luchse, Pumas und
Pandas sind und bleiben Individualisten, auch in Gefangenschaft. Sie
habe Ihre eigene Meinung zu allem, einschließlich zu Ihren
vermeindlichen, selbsternannten Besitzern, uns Menschen.
Tiere leider miss-und unverstanden
Der tragische Unfall im Kölner Zoo offenbart mehr denn je die Umstände in allen, nicht nur in deutschen Zoos. Kein einziger Zoo kann artgerechte Haltung bieten. Grosskatzen wie Tiger, leben in der freien Wildbahn in riesigen Revieren. Sie benötigen Platz den wir Ihnen nicht geben wollen und können. Wir maßen uns an das wir Ihren Lebensort nachbilden könnten und ziehen dennoch eine Begrenzung um Ihr Revier. Das der Mensch dann zur Beute wird ist nicht weiter verwunderlich. Wir sprechen über ein Raubtier, nicht über eine kleine Katze. Tiger sind nicht niedlich anzuschauen sondern würdevolle und stolze Tiere, wir vergessen das zu oft und werden durch Zwischefälle dieser Art daran erinnert. Sie jagen Ihre Beute, um sie mit einem Genickbiss zu töten,wie wir erfahren durften. Zoos haben Ihr Berechtigung allenfalls nur noch zur Arterhaltung bedrohter Spezies aber nicht mehr zur Belustigung einer völlig unaufgeklärten Menschheit. Tigerkater Altai wurde von seinem würdelosen Dasein erlöst.
Weidmanns Heil! Beschädigung von Staatseigentum oder Rettungsaktion
Ob es sinnvoll war, das Tier komplett zu erledigen kann man von hier
auch nicht beurteilen.
Es könnte auch eine Art "Opferung" für die Medien
und die Besucher gewesen sein.
Eine Art "Zeichen". Der Mensch ist doch stärker.
In diesem Falle ist es eine unsinnige Verschwendung von Staatseigentum gewesen.
Solche symbolischen Handlungen zu Befriedung des unterbewussten
Volksgefühls bergen eine sehr gefährliche irrationale Tendenz
in sich.
Wenn es um die Rettung der Pflegerin gegangen ist, dann ist
natürlich die schnelle Erschießung gerechtfertigt. Auch wenn
die Pflegerin offensichtlich einen Fehler gemacht hat.
Töten des Tigers war sicherlich notwendig
um möglichst schnell Rettungskräfte zur Pflegerin zu schicken. Ich denke das es hierbei um Sekunden geht. Da bleibt nicht die Zeit darauf zu warten bis der Tiger erst Minuten nach einem Narkoseschuss einschläft. So bedauerlich der Tot des Tigers auch ist, es gab keine alternative wollte man die Pflegerin noch retten.
Ein tragischer Unfall-Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.
In der Diskussion prallen zwei Gegensätze aufeinander.
Die eine Seite meint, die Pflegerin trage die Schuld. Die Menschen seien
genausoviel wert wie jedes andere Tier auch.
Die zweite Gruppe argumentiert, dass es breiter Konsens sein sollte,
dass ein Menschenleben immer Vorrang hat.
Dabei wird durch Denunzierungen auf beiden Seiten eine sachliche
Diskussion unmöglich. Schade!!
Ich persönlich finde die Frage durchaus berechtigt, warum ein
Menschenleben immer mehr wert ist, als das eines Tieres.
Stellte sich das Paradigma ein, dass der Mensch nur ein Teil der Natur
ist, und nur einen zeitlichen Vorsprung in der Entwicklung seines
Gehirns in der Evolution hat; vielliecht wäre dann eine Welt
möglich, in der sich der Mensch einfügen würde, ohne
Raubbau an ihr und dem Leben darin zu betreiben.
Ist dies nicht erstrebenswert?
Warum darf der Mensch keine Beute sein?
PS: "Gefahr für Zoobesucher habe nicht bestanden"
Falsches Prinzip - schlechtes Beispiel
Schön, dass ich Sie mal aufklären kann...
Homo sapiens - so nennt sich die Art, die wir bilden. Das ist keine
Rasse, sondern nur eine Art in der Familie der Hominidae (Menschenaffen).
Zweitens:
Wenn Sie so argumentieren, dann ist auch die Rassenideologie in Ihren
Augen gerechtfertigt. Nur als Beispiel:
Warum ist ein Leben eines weißen Menschen mehr wert, als dass
eines Schwarzen? ..."vielleicht weil "der weiße
Mensch" unsere Rasse ist??"
Sie sehen, die Abstufung, die Sie benutzen, um den Menschen von anderen
Lebewesen abzugrenzen lässt sich auch innerhalb der Menschenart
fortführen... diese Abstufung ist somit nur ein willkürliches
Mittel zum Zweck um sich höher zu positionieren, um dadurch
Ungerechtigkeiten rechtfertigen zu können.
So kommt man nur zu einem (ebenfalls sehr christlichen) Weltbild - Auge
um Auge. Zahn um Zahn.
In so einer Welt möchte ich nicht leben, aber wahrscheinlich ist
ein solches Denken Grundstein für unsere werthe Ellbogengesellschaft
warum ein Menschenleben immer mehr wert ist, als das eines Tieres.
...vielleicht weil "der Mensch" unsere Rasse ist?
Ein schlichter, wenngleich tragischer Arbeitsunfall
Es ist ein tragischer Arbeitsunfall, der nach erstem Anschein durch
Fahrlässigkeit der Tierpflegerin erst möglich wurde, die das
Tier nicht zuvor aus dem zu reinigenden Bereich aussperrte.
Jeden Tag sterben in Deutschland Menschen auf tragische Art, die bei der
Arbeit fatale Fehler begehen. Leider.
Es war selbstverständlich richtig, das Tier zu erschiessen, um den
Rettungskräften überhaupt erst die Möglichkeit zu geben,
an die Frau heranzukommen.
Das schreibe ich, obwohl ich bereits als kleines Kind die großen
Tiere bedauerte, die seinerzeit im Kölner Zoo noch unter viel
schlimmeren Bedingungen eingepfercht wurden, nicht nur Raubtiere, auch
die Elefanten u.v.a. Tiere.
heutzutage sind Zoos für Großtiere erst recht völlig
überholt - es gibt wundervolle , sehr den Respekt vor der Natur und
das Verständnis fördernde Filme, auch in 3-D, die die
Lebensart der freien Tiere besser erklären. Das Anstarren von
eingepferchten Großtieren ist nicht mehr zeitgemäß.
Vielleicht kann hier ein Biologe, Jäger, etc. genaueres schreiben.
Ich habe nur einmal erfahren, daß in freier Wildbahn in Kanada ein
wilder Grizzly, welcher 2 Menschen im Schlaf in ihrem Camp tötete,
von den kanadischen Rangern solange verfolgt wurde, bis die Ranger ihn
ebenfalls getötet hatten. Am gefährlichsten sollen dabei noch
relativ junge Tiere sein, welche noch wenig Jagderfahrung haben und
alles ausprobieren.
Das muß wohl mit dem Beuteschema der Raubtiere
zusammenhängen. Wenn Bär, Löwe, Tiger o.ä. den
menschlichen Geruch einmal für sich als Beute identifiziert hat,
übernimmt er offensichtlich den Menschen mit in sein Beuteschema.
Denn normalerweise laufen Raubtiere vom Menschen davon, solange sie sich
nicht bedroht fühlen. Deshalb soll man beim Wandern in Gebieten mit
Raubtieren möglichst viel Lärm erzeugen, daß diese sich
rechtzeitig "aus dem Staub machen" können.
Dass so einigen Leuten der Respekt den Mitmenschen gegenüber schwer verrutscht ist, kann man ständig beobachten. Es gibt aber (noch?) keinen Konsens, dass "mein" Tier mehr wert ist als ein Mensch. Wie würden die Tierfreunde bzw. oder Eigenweltbildvertreter wohl reagieren, wenn ihr eigenes Leben in Gefahr wäre? Aber man muss es positiv sehen. Niemand hat gefordert, den Tiger sofort frei und aus dem Gebäude zu lassen, damit man die Frau bergen kann. Es gibt noch Hoffnung!
Entsetzlich. Welch tragischer Irrtum
mag diese Pflegerin das Leben gekostet haben.
Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Kollegen.
Der Zoodirektor tat, was ihm zu tun blieb, das einzig Richtige
in dieser Situation..
Weg mit dem Zoodirektor oder noch besser weg mit dem Zoo!
Warum musste der Tieger sterben? Anscheinend hat die Pflegerin einen
Fehler gemacht.
Warum halten wir immer noch wilde Tiere im Knast?
Antwort
"Warum musste der Tieger sterben? Anscheinend hat die Pflegerin
einen Fehler gemacht.
Warum halten wir immer noch wilde Tiere im Knast?"
...vielleicht, um dem interessierten Publikum beizubringen, daß
das Tier "Tiger" heißt?
Im Artikel wird davon ausgegangen daß der Pflegerin ein Fehler unterlaufen ist. Ich erwarte daß die Polizei diese Feststellung aber sehr genau überprüft !
Ja, hätten die Polizisten oder die Feuerwehr nicht
mit diesen Schildern, mit denen sie Demonstrantenblöcke "wegschieben" oder mit so einem Wasserwerfer, wie er bei Stuttgart 21 dem einen älteren Herren sein Auge aus der Höhle gespritzt hat, den Tiger wieder in seinen Käfig jagen können ? Vielleicht hätte man ihn zurückdrängen können, wenn entsprechende Equipment vorhanden gewesen wäre, um das Kleinwagen schwere Vieh auf Distanz halten zu können...
Manche Kommentare werden offenbar verfasst, ohne den Artikel richtig
gelesen zu haben.
1. Gefahr für die Zoobesucher hat offenbar keine bestanden, da der
Tiger das Innengehege nicht habe verlassen können (Aussage des
Direktors). Wahrscheinlich hat die zu Hilfe gerufene Polizei die Lage
nicht überblickt und deshalb den Zoo räumen lassen - oder weil
klar war, dass geschossen werden muss (Gefahr von verirrten Kugeln).
2. Der Zoodirektor handelte nicht nach eigenem Ermessen, sondern auf
Anweisung der Einsatzleitung (= Polizei). Meine Vermutung ist, dass man
den Tiger erschossen hat, weil man das Leben der angefallenen
Mitarbeiterin retten wollte und jeder andere Weg zu viel Zeit gekostet hätte.
... Diese Frage stellt sich in meinen Augen überhaupt nicht. Man kann sich nicht vorstellen, wie sich die Tierpflegerin in den letzten Minuten ihres Lebens wohl gefühlt haben muss. Um ihr helfen zu können (auch wenn man jetzt weiß dass das leider nicht mehr möglich war) musste der Tiger schnellstmöglich ausgeschaltet werden. Oder hätten die Rettungskräfte erstmal 20 min zusehen und warten sollen, ob die Katze auch wirklich einschläft?! Wer da noch der Meinung ist, der Tiger hätte diese Zeit bekommen sollen, der soll das mal der Familie der Verstorbenen erklären...
Direktor hat richtig gehandelt
Gut, dass das Gewehr da war und der Direktor damit umgehen konnte. Die Polizei steht bei Tieren immer sehr hilflos da, kann also Jäger/Wildhüter nicht ersetzen.
Mich wundert echt nicht mehr, daß alles den Bach runtergeht, wenn ich hier lese, wie mehr als einem Hobbyweltenretter die moralischen Maßstäbe verrutscht sind. Nur noch krank. Meiner Meinung nach sollte dem Zoodirektor ein Orden umgehängt werden.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.08.2012 22:06 UhrEigentlich
sollten alle erstmal abwarten was wirklich passiert ist und nicht
reflexartig sofort Postiings absetzen aber im Grunde haben Sie recht.
Was hier an Stammtischgeschwätz aufschlägt ist wirklich zum
Teil unerträglich.
An einer Tötung des Tigerkaters ging kein Weg vorbei: Zum einen musste die schwerstverletzte Pflegerin umgehend geborgen werden, ohne die Retter zu gefährden, zum anderen verhindert werden, dass der Tigerkater weiter ins Freie und damit ins Besuchergelände ausweichen konnte. Die Reaktionszeit einer angebrachten Betäubungsdosierung hätte die Rettungs- und Einhegungsversuche nur erheblich verzögert.
Alle Zooanlagen weltweit gehören geschlossen. Lebenslange Haftstrafen für unschuldige Tiere zur Befriedigung menschlicher Schaul-Lust ist pervers und ein Erbe der unseligen Kolonialzeit. Wann endlich ist Schluss mit dieser Unsitte ?
Es ist unfassbar! Dass einige in diesem Forum sich nicht entblöden
zu schreiben, "jedes Leben, ob Mensch oder Tier sollte gleich viel
wert sein". Auch wenn man die Haltung von Tieren in Zoos ablehnt,
und zurecht die Umstände, unter denen die Tiere leben, kritisiert:
Es muss doch bitte "common sense" sein, dass ein Tierleben
eben NICHT denselben Wert wie ein menschliches Leben hat! Ich bin offen
gesagt entsetzt, was einige Teilnehmer hier offen aussprechen.
Das christliche Menschenbild ist eben nicht mehr "hip" heutzutage...
Wieder falsch!
...und Sie haben offenbar nicht verstanden, wie die Kirche es in ihrer Geschichte bisher verstanden hat diesen "Auftrag" umzusetzen...
Es ist immer das Gleiche
Ständig kommen diese "Totschlagargumente" - das böse Christentum, ist schuld an den Verbrechen der Kirche, die im Mittelalter und der frühen Neuzeit begangen wurden. Würden Sie sich die Mühe machen, im NT nachzuschlagen, wüssten Sie, welche Art Menschenbild ich meine. Die Verfehlungen institutionaler Religion resultieren nicht aus den Lehrern Jesu Christi. Zu sagen, das christliche Menschenbild beinhalte Hexenverbrennungen und Kreuzzüge, zeugt nicht von Kenntnis der christlichen Lehre an sich. Man muss kein Fan der Institution Kirche sein, um einzusehen, dass dieses Menschenbild ein durchaus sinnvolles ist, das im Übrigen auch andere Religionen auf der Welt ihr Eigen nennen. Und ich bin, um zum Ursprungsthema zurückzukommen, froh, dass ein Menschenleben in fast allen Morallehren der Welt über einem Tierleben steht. Das macht mich noch nicht zu einem Natur - oder Tierfeind. Und Zoos mag ich auch nicht.
Vielen Dank
Danke für Ihre Antwort. Ich bin mir relativ sicher, dass ich einigermaßen darüber informiert bin. Und von einer Relativierung menschlichen Unglücks durch andere aus Gründen der Tierliebe ist, glaube ich, nirgendwo im Neuen Testament die Rede. Es ging mir ja ohnehin lediglich um die Reaktion einiger Teilnehmer, die ich für fragwürdig hielt. Ob Christus ein Befürworter oder Gegner von Zoos war, war hierbei eher zweitrangig.
was ein Glück,
dass das christliche Menschenbild nicht mehr "hip" ist. Sonst hätten wir noch die Inqusition, Hexenverbrennungen.
Falsch!
Offenbar haben Sie den christlichen Auftrag nicht verstanden.
Ich bin entsetzt ueber die schnelle Reaktion des Zoodirektors; einfach
das Tier zu erschiessen, zeigt wie unerfahren er ist.
Die Tiger sind sehr selten und haben ein Anrecht darauf in der Natur zu leben.
Mein Mitgefuhl gilt den Angehorigen der Pflegerin.
,,,,,
Diese Tiger werden nie in der Natur leben!
Weil sie das garnicht können.
@ solon - "ein Anrecht darauf in der Natur" umgebracht zu werden
"Die Tiger sind sehr selten und haben ein Anrecht darauf in der
Natur zu leben."
Umgekehrt wird ein Schuh draus. Der sibirische Tiger ist so selten, weil
er in der freien Natur von Wilderern abgeknallt wird. Aus diesem Faktum
ergibt sich die Existenzberechtigung der Aufzuchtprogramme in den Zoos.