Vom Kölner Dom nahm man bislang an, er gehöre zu den unerschütterlichen Bauwerken. Doch nun schreckt die „Kölnische Rundschau“ nicht nur die Kölner mit einer Meldung über „Erschütterungen im Dom“ auf. Eine Sprecherin der Stadt Köln bestätigte, dass im Dom „Vibrationen und minimale Schallübertragungen feststellbar“ seien. Zeitgenossen mit ganz feinen Ohren wollen, wenn auch nur ganz leise, im Dom neuerdings sogar die U-Bahn rauschen hören.
Tatsächlich gibt es seit Anfang Dezember in der Nähe des Gotteshauses eine neue U-Bahnhaltestelle der Linie 5. Domprobst Norbert Feldhoff zeigt sich alarmiert. Der historische Bau sei für „derartige Belastungen nicht ausgelegt“. Schon werden in Köln böse Erinnerungen wach. Im März 2009 war das Historische Stadtarchiv eingestürzt - als Ursache dafür gilt der Ausbau der U-Bahn. Den Dom aber bringt die U-Bahn offenbar nicht in akute Gefahr. Die Erdbebenstation Bensberg, die im Jahr 2006 Messgeräte im Dom installiert hat, teilt mit, es gebe keine großen Erschütterungen. „Wenn das irgendetwas wäre, was auch nur im Entferntesten eine Gefahr darstellen würde, würden wird das auf jeden Fall sofort auf unseren Messungen sehen.“
Wie die Kölner mit ihrem Dom umgehen ist mir unverständlich
Walter Naggl (juhui)
- 09.01.2013, 19:12 Uhr