Das Berliner Museum für Naturkunde holt den legendären Eisbären Knut zurück in die Öffentlichkeit. Von Samstag an zeigt das Museum das präparierte Tier einen Monat lang in seinem Foyer. Anschließend kommt es in die wissenschaftlichen Sammlungen des Forschungsmuseums. Frühestens im Jahr 2014 solle Knut dann nach Abschluss von Umbauarbeiten in eine Ausstellung zum Thema „Wert der Natur“ integriert werden, kündigte das Museum am Freitag in der Hauptstadt an.
Original Fell aber Augen aus Glas
Knut ist als sogenannte Dermoplastik präpariert. Zu sehen ist dabei sein originales Fell, während seine Augen aus Glas nachmodelliert wurden. Generaldirektor Johannes Vogel sagte, das Museum respektiere, dass es verschiedene Meinungen zur Präparation des Eisbären gebe. Man könne es nicht allen Menschen recht machen, fügte Vogel hinzu. Jedoch habe Knut eine große Symbolkraft: „Er steht für den Schutz einer bedrohten Tierart und für den Kampf gegen die globale Klimaerwärmung sowie die Beziehung zwischen Mensch und Tier“, sagte Vogel.
Knut war im Zoologischen Garten in Berlin geboren worden und musste von Hand aufgezogen werden. Weltweit nahm ein Millionenpublikum am Aufwachsen des Eisbären teil. Auch sein Tierpfleger Thomas Dörflein wurde weltberühmt. Knut zierte unter anderem Briefmarken und zahlreiche Magazine. Im Alter von etwas über vier Jahren starb Knut am 19. März 2011.