Home
http://www.faz.net/-gum-76yc2
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Knut Berliner Museum zeigt Plastik des Eisbären

Rund zwei Jahre nach seinem Tod stellt das Berliner Museum für Naturkunde eine Plastik des Eisbären Knut für einen Monat in seinem Foyer aus. Der Eisbär war am 19. März 2011 im Alter von vier Jahren gestorben.

© dpa Vergrößern Für ein Monat ist die Plastik des Eisbären Knut im Berliner Museum für Naturkunde zu sehen

Das Berliner Museum für Naturkunde holt den legendären Eisbären Knut zurück in die Öffentlichkeit. Von Samstag an zeigt das Museum das präparierte Tier einen Monat lang in seinem Foyer. Anschließend kommt es in die wissenschaftlichen Sammlungen des Forschungsmuseums. Frühestens im Jahr 2014 solle Knut dann nach Abschluss von Umbauarbeiten in eine Ausstellung zum Thema „Wert der Natur“ integriert werden, kündigte das Museum am Freitag in der Hauptstadt an.

Original Fell aber Augen aus Glas

Knut ist als sogenannte Dermoplastik präpariert. Zu sehen ist dabei sein originales Fell, während seine Augen aus Glas nachmodelliert wurden. Generaldirektor Johannes Vogel sagte, das Museum respektiere, dass es verschiedene Meinungen zur Präparation des Eisbären gebe. Man könne es nicht allen Menschen recht machen, fügte Vogel hinzu. Jedoch habe Knut eine große Symbolkraft: „Er steht für den Schutz einer bedrohten Tierart und für den Kampf gegen die globale Klimaerwärmung sowie die Beziehung zwischen Mensch und Tier“, sagte Vogel.

Plastik von Eisbär Knut präsentiert Das Fell stammt von Knut, die Augen wurden allerdings aus Glas nachmodelliert © dpa Bilderstrecke 

Knut war im Zoologischen Garten in Berlin geboren worden und musste von Hand aufgezogen werden. Weltweit nahm ein Millionenpublikum am Aufwachsen des Eisbären teil. Auch sein Tierpfleger Thomas Dörflein wurde weltberühmt. Knut zierte unter anderem Briefmarken und zahlreiche Magazine. Im Alter von etwas über vier Jahren starb Knut am 19. März 2011.

Mehr zum Thema

Quelle: EPD-BAS

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Deutsche Naturkundemuseen Am gleichen Knochen ziehen?

Wächst da was zusammen? Die großen deutschen Naturkundemuseen vor allem in Berlin und Frankfurt denken laut über Joint ventures nach. Wie es heißt, will man ökopolitisch mehr Gewicht auf die Waage bringen. Mehr Von Christian Schwägerl

27.03.2015, 09:20 Uhr | Wissen
Helmut Newton Mehr als nur nackte Haut

Zuerst war er Modefotograf, dann zog er seinen Models die Kleidung aus. Heute ist Helmut Newton vor allem für seine Aktfotografie bekannt. Ein Berliner Museum zeigt nun die ganze Arbeit des Deutsch-Australiers. Mehr

26.11.2014, 20:49 Uhr | Feuilleton
Grandbrothers im Porträt Die Spannweite eines einzelnen Flügels

Schlag nach bei John Cage: Aus ihrem präparierten Instrument holen die Grandbrothers zwischen kontemporärer Klaviermusik, Perkussion und Electronica das Letzte heraus – ein Hörtest in Bochum. Mehr Von Felix-Emeric Tota

27.03.2015, 21:48 Uhr | Feuilleton
Neues Museum in Paris Gehrys Koloss aus Stahl und Glas

Die französische Hauptstadt Paris ist um ein spektakuläres Gebäude reicher: Im Bois de Boulogne hat die Fondation Louis Vuitton einen Koloss aus Stahl und Glas von Frank Gehry errichtet. Mehr

19.10.2014, 15:42 Uhr | Feuilleton
Duft-Ausstellung in Basel Der Betrachter ist in der Nase

Auf Schnupperkurs: Das Museum Tinguely in Basel stellt Kunst aus, die man riechen kann. Für den schnüffelnden Besucher eine faszinierende, mal betörende, mal herausfordernde Erfahrung. Mehr Von Brita Sachs, Basel

31.03.2015, 21:44 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.02.2013, 14:30 Uhr

Dreharbeiten in Mexiko-Stadt James Bond schadet dem Geschäft

Daniel Craig verärgert als James Bond mexikanische Einzelhändler, Schauspieler David Duchovny macht jetzt auch Musik, und David Beckham und der britische Komiker James Corden machen Quatsch in Unterhosen – der Smalltalk. Mehr 6

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden