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Klima Bäume sind nicht immer Kohlendioxyd-Senken

21.04.2003 ·  Wenn es zu warm ist, schlucken Bäume nicht mehr so viel Kohlendioxyd - ihr mäßigender Effekt auf den Treibhauseffekt unterbleibt.

Von Cornelia Pretzer
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Mathematisch betrachtet ist es die Überlagerung zweier Kurven, meteorologisch betrachtet ist es ein weiteres Puzzleteil im Verständnis des Treibhauseffekts und der globalen Erwärmung. Wenn es zu warm wird, wachsen Bäume nicht mehr und verbrauchen dadurch kein Kohlendioxyd mehr (mathematisch: Eine Kurve, die steigt und dann wieder abfällt), dafür setzen sie aber bei der Atmung immer mehr Kohlendioxyd frei (eine exponentiell steigende Kurve). Fazit: Bäume setzen ab einer bestimmten Temperatur immer mehr Kohlendioxyd frei, je wärmer es in der Atmosphäre wird.

Zu diesem Ergebnis kamen Deborah Clark und ihre Kollegen von der University of Missouri aufgrund von Messungen des jährlichen Wachstums von sechs Baumsorten im Regenwald von Costa Rica und Berechnungen des emittierten Kohlendioxyds. Die Forscher maßen das Wachstum der Bäume im alten Baumbestand über 16 Jahre zwischen 1984 und 2000.

Sowohl das Wachstum als auch der Kohlendioxyd-Ausstoß aus dem Regenwald variierten in den 16 Jahren stark. Aber in den wärmsten Jahren, besonders zum Wärmerekord während des El-Nino-Phänomens 1997/1998, wuchsen die Bäume am wenigsten und die tropischen Regionen emittierten am meisten Kohlendioxyd.

Die Wissenschaftler glauben, dass der gemessene Effekt die globale Erwärmung beschleunigen könnte.

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