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Klima Antike Gesellschaften zerbrachen an Klimaänderungen

30.01.2001 ·  In den vergangenen 10.000 Jahren führten Klimawechsel immer wieder zum Kollaps antiker Gesellschaften - eine Studie zeigt, wie fatal ein Klimawechsel auch heute sein könnte.

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Das Klima änderte sich, Trockenheiten minderten die Ernteerträge, Gesellschaften zerbrachen und Menschen wanderten dem „guten Wetter“ hinterher. Das ist das Bild, dass der Geowissenschaftler Raymond Bradley von der University of Massachusetts und der Archäologe Harvey Weiss von der Yale-University in einer neuen Studie über antike Gesellschaften zeichnen. Sie haben geschichtliche und klimatische Ereignisse verglichen und daraus den Zusammenbruch früherer Kulturen erklärt. Eisbohrkerne und Gesteinsproben verrieten dabei, wie das Wetter sich veränderte. Ausgrabungen gaben Aufschluss über die Reaktion der Menschen darauf.

Überall auf der Welt, in Afrika, ums Mittelmeer herum und in Nord- und Südamerika, brachte der Mangel an Nahrung in den vergangenen 10.000 Jahren Gesellschaften zum Kippen. Das widerspreche der weitverbreiteten These, dass allein politische, wirtschaftliche und soziale Probleme zum Scheitern führten, heißt es in der Studie.

Ein Fluchtweg, den die Menschen der Antike beschritten, um dem Nahrungsmangel zu entkommen, steht heute nicht mehr offen. In früheren Zeiten wanderten die Menschen einfach dem Klima hinterher. Das geht heute aufgrund der dichten Besiedlung und der politischen Grenzen nicht mehr. Gesellschaften, die heute durch einen Klimawechsel unter das Existenzminimum sinken, sitzen in der Falle. „Das ist ein mächtige Mischung für weitreichende globale Probleme“, sagte Bradley.

Aber nicht nur Entwicklungsländer seien den Unbilden des Klimas ausgesetzt, meinte Bradley: „Viel von unserer Infrastruktur - unsere stromerzeugenden Dämme, unsere Schleusen und Küstenbefestigungen - wurden für Wetterbedingungen errichtet, von denen wir angenommen haben, dass sie Bestand haben.“ Aber all diese Einrichtungen würden durch einen Klimawechsel in Frage gestellt. „Die Technologie puffert einiges ab und wir werden nicht verhungern, aber selbst in der entwickelten Welt gibt es Brüche,“ gab Bradley zu bedenken.

Quelle: @cop, mit Material der University of Massachusetts
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