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Freitag, 10. Februar 2012
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Kindesmißbrauch Amerikaner soll Tausende Kinder mißbraucht haben

17.06.2005 ·  Die kalifornische Polizei verdächtigt einen 63jährigen Amerikaner, Tausende Kinder in Amerika, Mexiko und Brasilien mißbraucht zu haben. Angeblich hat der Mann die Namen und Taten in mehreren Notizbüchern aufgelistet.

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Die kalifornische Polizei verdächtigt einen 63jährigen Amerikaner, Tausende Kinder in mehreren amerikanischen Bundesstaaten, Mexiko und Brasilien mißbraucht zu haben. Die Beamten bezeichneten den Tatverdächtigen als „einen der aktivsten Kinderschänder, den wir je gesehen haben“. Der Mann soll seine Taten angeblich insieben „entsetzlichen“ Notizbüchern die Namen von mehr als 36.000 Kindern aufgelistet und über den sexuellen Mißbrauch Buch geführt, teilten die Ermittler im kalifornischen San Jose mit.

Zahlencodes schienen darauf hinzuweisen, wie der Mann die Kinder mißbraucht habe. Die Behörden forderten weitere mögliche Opfer auf, sich zu melden. „Wenn auch nur ein Zehntel dieser Zahlen stimmt, dann gibt es Hunderte Opfer in zahlreichen Staaten“, sagte Polizeisprecher Scott Cornfield. „Wir gehen damit an die Öffentlichkeit, weil wir glauben, er ist in viele Fälle von Kindesmißbrauch in vielen Ländern verwickelt.“

1.300 Seiten mit Kindernamen

Die 1.300 Seiten mit den Kindernamen waren in sieben Ordner einsortiert. Die Ordner trugen Titel wie „Blonde Jungen“, „Süße Jungen“ und „Jungen, die Nein sagen“. Der Verdächtige wohnte nur zehn Minuten von zwei Grundschulen entfernt. Eine Nachbarin erklärte, der Mann habe sich auch ihren Söhnen genähert und ihnen Süßigkeiten geschenkt.

Die Polizei nahm auch den Mitbewohner des Verdächtigen fest, einen ebenfalls polizeibekannten Kinderschänder. Die Beamten waren auf die Spur des 63 Jahre alten Mannes gekommen, weil er zwei Jungen in seine Wohnung gelockt und dort mißbraucht hatte. Er wurde bereits im vergangenen Monat festgenommen.

Kinder mit Geschenken geködert

Die Polizei erklärte, der Verdächtige habe die letzten 30 Jahre zum größten Teil in Kalifornien gewohnt. Er sei jedoch auch in New York, Arkansas und Washington wegen Kindesmißbrauchs festgenommen worden. In Idaho habe er Ende der 70er Jahre aus dem gleichen Grund eine Gefängnisstrafe verbüßt. Auch in Oregon werde er gesucht. In den 80er Jahren sei er aus Brasilien ausgewiesen worden, weil er Kinder mißbraucht habe. Die Polizei vermutet weitere Opfer in Mexiko.

Der mutmaßliche Kinderschänder soll seine Opfer mit Geschenken und dem Versprechen, Fernsehen zu schauen, in sein Haus gelockt haben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP
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