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Katastrophenschutz Michael Brown muß nach Washington zurückkehren

09.09.2005 ·  Nach heftiger Kritik an seinem Krisenmanagement ist der Direktor der amerikanischen Katastrophenschutzbehörde Fema, Michael Brown, von der Leitung des „Katrina“-Hilfseinsatzes entbunden worden.

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Nach heftiger Kritik an seinem Krisenmanagement ist der Direktor der amerikanischen Katastrophenschutzbehörde Fema, Michael Brown, von der Leitung des „Katrina“-Hilfseinsatzes entbunden worden. Der Chef der Heimatschutzbehörde, Michael Chertoff, sagte an diesem Freitag, Brown werde nach Washington zurückbeordert.

Brown hatte in Baton Rouge die Hilfsaktionen der amerikanischen Bundesbehörden geleitet. Sein Nachfolger soll Vizeadmiral Thad Allen von der Küstenwache werden. Eine Stunde zuvor hatte das Weiße Haus noch erklärt, Präsident George W. Bush fordere nicht den Rücktritt Browns.

Krisenhelfer erst spät angefordert

Dennoch war Browns Einfluß und Rückhalt in Washington immer weiter gesunken. In den ersten Tagen nach dem Sturm informierte er noch den Präsidenten über die Lage, seit dem Wochenende übernahm sein Vorgesetzter, Heimatschutzminister Michael Chertoff, diese Aufgabe.

Führende Demokraten hatten Brown vorgehalten, „komplett“ versagt zu haben, und deshalb seinen Rücktritt gefordert. Der Fema-Direktor hatte zwar vor dem Sturm Teams von Krisenhelfern bilden lassen, doch ersuchte er Heimatschutzminister Chertoff erst Stunden nachdem „Katrina“ die Golfküste erreicht hatte, 1.000 Mitarbeiter seines Ministeriums „innerhalb der nächsten 48 Stunden“ und weitere 2.000 „innerhalb von sieben Tagen“ in die Region zu schicken.

Frühzeitige Hilfsangebote abgelehnt

Die Katastrophenhelfer ermahnte der Fema-Direktor, ein „positives Bild“ von der Hilfe Washingtons zu vermitteln. Frühzeitige Hilfsangebote von Unternehmen sowie von Politikern, Feuerwehrmännern und Ärzten aus anderen Bundesstaaten hat Brown dagegen abgelehnt.

Michael Brown und Chertoff hatten zugestehen müssen, erst aus den Medien von den Nöten der Flutopfer im Kongreßzentrum von New Orleans erfahren zu haben.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, AP, Reuters und der F.A.Z.
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