07.09.2005 · 320 Millimeter Regen auf den Quadratmeter - die Region um Montpellier und Nîmes im Süden Frankreichs ist in der Nacht zum Mittwoch in Regenfluten versunken.
Nach heftigen Gewitterstürmen mit Überschwemmungen in der Nacht sind in Südfrankreich vorsorglich etwa 1500 Menschen in Sicherheit gebracht worden.
Campingplätze in der Region um Nîmes seien evakuiert und Autofahrer aus ihren stecken gebliebenen Fahrzeugen befreit worden, hieß es nach Angaben der Behörden am Mittwoch. Menschen wurden nicht verletzt. Der Wetterdienst hatte für die Region am Dienstag „roten“ Gewitteralarm gegeben. „Die Menschen waren vorbereitet und haben die Vorsichtsmaßnahmen eingehalten“, sagte Präfekt Dominique Gallion in Nîmes.
Langsame Entspannung
In manchen Ortschaften fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 320 Millimeter Regen. Mehrere Flüsse erreichten hohe Pegelstände, ohne jedoch über die Ufer zu treten. Autobahnen, die am Dienstag gesperrt worden waren, konnten am Morgen wieder benutzt werden, zahlreiche Landstraßen bei Narbonne und Montpellier blieben noch unpassierbar.
Der unterbrochene Zug- und Flugverkehr in Montpellier sollte im Verlauf des Tages wieder aufgenommen werden. Die Präfekturen in den Départements Gard und Hérault, die Krisenzentren eingerichtet hatten, warnten vor weiteren Gewittern am Mittwoch, die jedoch nicht so heftig ausfallen sollen.