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Freitag, 10. Februar 2012
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Überschwemmungen Bereits 80 Tote bei Flut in China

23.06.2005 ·  Überschwemmungen, schwere Regenfälle und Erdrutsche haben im Südwesten Chinas bislang 80 Menschen das Leben kostet. 700.000 Bewohner mußten ihre Häuser verlassen. Auch Kanada wird derzeit von einer Jahrhundertflut heimgesucht.

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Durch schwere Regenfälle, Überschwemmungen und Erdrutsche im Südwesten Chinas sind nach Medienberichten bislang bereits 80 Menschen getötet worden. Zudem hätten 700.000 Bewohner der Region ihre Häuser aus Furcht vor den Wassermassen verlassen, meldete die Zeitung „China Daily“ am diesem Donnerstag.

Besonders hart getroffen von den durch tagelange schwere Regenfälle ausgelösten Überflutungen sei die Region Guangxi, wo zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten seien. 32 Menschen sind dem Bericht zufolge in den Fluten ums Leben gekommen. 300.000 Einwohner seien vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden. In der Industriestadt Wuzhou stieg der Pegel des Flusses Xijiang fast neun Meter über die Hochwasser-Marke. Mit Plakaten und Sirenen wurden die Bewohner schon am Vorabend auf die drohende Gefahr des ansteigenden Flusses hingewiesen. Den Berichten zufolge brachten die Fluten den Verkehr auf einer Eisenbahnlinie nach Hongkong zum Erliegen.

2000 Soldaten im Einsatz

Allein in Wuzhou sind nach einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua 2000 Soldaten im Einsatz, um die Bevölkerung bei Dammbaumaßnahmen zu unterstützen. In den ebenfalls vom Hochwasser betroffenen Provinzen Guangdong und Fujian sind laut „China Daily“ insgesamt 48 Menschen in den Fluten umgekommen. Bei Überschwemmungen werden in der Volksrepublik jedes Jahr Hunderte Menschen getötet.

Mehr als 50.000 Häuser wurden von den Wassermassen weggerissen, zahlreiche Ernten und Felder zerstört. Während der Süden Chinas mit den Wassermassen kämpft, ist im Norden des Landes eine Hitzewelle ausgebrochen. In der Hauptstadt Peking ächzten die Menschen bei Temperaturen von bis zu 40 Grad. In der südwestlichen Stadt Chongqing wurden Luftschutzbunker geöffnet, um den Menschen Schatten zu spenden.

Kanada: Schlimmste Flut seit 200 Jahren

Auch in Kanda leiden die Menschen unter Überschwemmungen. Fast 5000 Menschen haben vor den Überschwemmungen in der kanadischen Provinz Alberta die Flucht ergriffen. Nach viertägigen sintflutartigen Regengüssen waren mehrere Flüsse über ihre Ufer getreten, hatten Highways und Straßen überflutet sowie Tausende Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Zeitung „Globe and Mail“ berichtete am Dienstag von der schlimmsten Flut seit 200 Jahren. In Drumheller im Westen Kanadas kämpften die Bewohner im 24-Stunden-Einsatz, um ihr Hab und Gut vor den Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Obwohl quasi über Nacht mehrere Dämme errichtet wurden, mußte am Montagabend jedes dritte Haus in der nordöstlich von Calgary gelegenen Ortschaft evakuiert werden.

„So etwas haben wir noch nicht erlebt“, sagte der Umweltminister von Alberta, Guy Boutilier, in der Provinzhauptstadt Edmonton. Seine Regierung hat 55 Millionen kanadische Dollar (37 Millionen Euro) zur Entschädigung der betroffenen Bevölkerung bereitgestellt, wird den Betrag angesichts der verheerenden Lage voraussichtlich aber weiter aufstocken, hieß es in der Zeitung. In manchen Gebieten Albertas regnet es seit Wochen mehr als sonst im ganzen Jahr. So habe der Wasserstand des Deer River fast das Achtfache des in dieser Jahreszeit sonst üblichen Standes erreicht.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, dpa
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