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Montag, 13. Februar 2012
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Rußland 47 Tote bei Grubenunglück in Sibirien

13.04.2004 ·  Drei Tage nach der Explosion in einem sibirischen Bergwerk haben die Behörden den Tod von 47 Bergleuten bestätigt. Ein Leichnam ist jedoch noch nicht gefunden worden. Die ersten Trauerfeiern haben begonnen.

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Bei dem Grubenunglück in Sibirien sind nach offiziellen Angaben 47 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf die Behörden der Region Kemerowo. Helfer haben am Dienstag unter Tage den 46. Toten geborgen. Der Leichnam eines Bergmannes wurde bisher noch nicht gefunden. Unterdessen wurden am Dienstag in der Stadt Osinniki und benachbarten Dörfern die ersten 23 Bergleute beigesetzt.

Nach dem Unglück am Samstag morgen hatten sich zahlreiche Bergleute aus eigener Kraft aus dem Stollen retten können oder waren von Rettungskräften geborgen worden. Die Helfer hatten zum Teil mit Schaufeln oder bloßen Händen nach den Verschütteten gegraben. Wegen Explosionsgefahr konnten keine Maschinen eingesetzt werden. Rettungskräfte hatten versucht, die Vermißten auf direkten und über einen fünf Kilometer langen Umweg von einem nahe gelegenen Nebenschacht zu erreichen. Die drei verschütteten Bergleute wurden in einer Tiefe von 700 Metern vermutet.

Explosion durch Methangas

Das Unglück hatte sich in einem Stollen der Taischina-Grube in der Stadt Osinniki ereignet, der erst seit vier Jahren in Betrieb ist. Die Behörden gehen davon aus, daß die Explosion in rund 560 Metern Tiefe durch Anstauung von Methangas verursacht wurde. Der russische Ministerpräsident Michail Fradkow ordnete die Einsetzung einer Untersuchungskommission an. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen Verdachts auf Verstoß gegen Sicherheitsauflagen in der Mine auf, wie das staatliche Fernsehen berichtete.

In den weitaus meisten russischen Kohlebergwerken wird mit veralteter Technik unter lebensgefährlichen Bedingungen gefördert. In den unrentablen Minen arbeiten die Männer in Tiefen von 500 Metern, wo die Methan-Konzentration mit zunehmender Tiefe immer gefährlicher wird. Jeden Monat ereignen sich in Rußland unter Tage tödliche Unfälle, für die veraltete Anlagen und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich gemacht werden. In der betroffenen Schachtanlage Taischina war zuletzt im September 2002 ein Bergarbeiter beim Einbruch eines Stollens umgekommen.

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