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Sonntag, 12. Februar 2012
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Hurrikan „Frances“ wütet in Florida

04.09.2004 ·  Der Hurrikan „Frances“ hat am späten Samstag abend den amerikanischen Küstenstaat erreicht und peitscht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde über das Land.

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Der Hurrikan „Frances“ hat am späten Samstag abend den amerikanischen Küstenstaat Florida erreicht und mit Windgeschwindigkeiten von bis 170 Kilometern pro Stunde Dächer von Häusern gerissen und Bäume entwurzelt. Rund 1,3 Millionen Privat- und Geschäftshäuser waren ohne Strom. Meteorologen rechneten damit, daß „Frances“ bis zu 15 Stunden lang mit heftigen Windböen und sintflutartigen Regenfällen über Florida toben wird.

Die Behörden hatten vor Eintreffen des Hurrikans rund 2,5 Millionen Menschen aufgefordert, sich aus den Küstenregionen in Landesinnere zurückzuziehen. Als „Frances“ auf die Küstenregionen im Osten Floridas traf, mischten sich heftige Regenfälle mit riesigen, von Sturmböen aufgewirbelten Sandwolken. Auf die Strände krachten schaumgekrönte Wellen.

Warnung vor verfrühtem Aufatmen

In den Yachthäfen des besonders betroffenen Bezirks Palm Beach riß der Sturm Boote los und schob sie vor sich her, bis sie auf Brücken oder andere Hindernisse trafen. Stromleitungen wurden gekappt, Küstenstraßen und Tiefgaragen überflutet, einige mobile Häuser zerstört.

Meteorologen gingen davon aus, daß es zwölf Stunden dauern könnte, bis das Zentrum des Hurrikans Florida passiert hat. Die Experten warnten die Bewohner, sich nicht in falscher Sicherheit zu wiegen, wenn das Auge des Wirbelsturms über sie hinwegzieht. Im Auge des Hurrikans sei es zwar ruhig, danach folge aber die zweite, erneut sehr heftige Hälfte des Sturms. Die Behörden forderten alle Bewohner Floridas auf, in ihren Häusern zu bleiben. „Wir möchten nicht, daß Menschen ihr Leben aus Dummheit verlieren", sagte Gouverneur Jeb Bush.

„Frances“ bereits deutlich abgeschwächt

Um 23.00 Uhr Ortszeit (Sonntag 05.00 MESZ) lag das Zentrum des Sturmes nach Angaben des Hurrikan-Centers in Miami gut 50 Kilometer nordwestlich von Palm Beach. Von dort bewegte sich der Hurrikan mit einer Geschwindigkeit von sieben Kilometern pro Stunde weiter ins Landesinnere. Zwar hat sich der Sturm auf seinem zweitägigen Weg von den Bahamas bereits deutlich abgeschwächt. Über die Inselgruppe wer er noch mit Windgeschwindigkeiten von bis 235 Kilometern pro Stunde hinweggerast. Nach Einschätzung der Experten von Risk Management Solutions könnte „Frances“ in den Vereinigten Staaten aber immer noch Versicherungsschäden zwischen zwei und zehn Milliarden Dollar verursachen.

In weiten Teilen Floridas ruhte das öffentliche Leben. Häfen und Flughäfen waren ebenso geschlossen wie Disney World und andere Vergnügungsparks. Auch die großen Einkaufszentren hatten nicht geöffnet. Stadtverwaltungen verhängten nächtliche Ausgangssperren.

Erst vor drei Wochen war der Hurrikan „Charley“ über Florida hinweggefegt. Er hatte Versicherungsschäden in Höhe von 7,4 Milliarden Dollar angerichtet. Lediglich Hurrikan „Andrew“ verursachte 1992 mit 25 Milliarden Dollar noch höhere Schäden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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