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Sonntag, 12. Februar 2012
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Katastrophen Schäden durch Naturkatastrophen drastisch gestiegen

30.12.2002 ·  700 Unwetter, Überschwemmungen, Erdbeben, Stürme und Dürren haben 2002 elftausend Menschen das Leben gekostet.

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Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im Jahr 2002 vor allem wegen der Jahrhundertflut in Europa drastisch nach oben geschnellt. Die Volkswirtschaft sei 2002 dadurch mit 52,8 Milliarden Euro geschädigt worden, hieß es in ihrer Branchenstudie der Münchener Rück. Im Vorjahr waren es noch 33,6 Milliarden Euro, teilte die Versicherung am Montag mit. Allein das Hochwasser an Donau, Elbe, Moldau und ihren Nebenflüssen vom August habe einen Schaden von 17,7 Milliarden Euro verursacht. Nur gut 2,8 Milliarden Euro davon seien versichert gewesen.

Bei den Naturkatastrophen sind etwa elftausend Menschen, die bei den 700 Unwettern, Überschwemmungen, Erdbeben, Stürmen und Dürren ums Leben gekommen. Das waren weniger als im vergangenen Jahr, als Erdbeben viele Opfer kosteten - 2001 starben 14.000 Menschen weniger als im vergangenen Jahr. 2002 haben nach Einschätzung der Münchener Rück angesichts der Rekordwerte bei Stürmen, Niederschlägen und Überschwemmungen oft nur glückliche Umstände noch größere Schäden verhindert.

Klimawandel als Grund für Unwetter

Der weltgrößte Rückversicherer führt den Anstieg der Unwetterkatastrophen vor allem auf einen globalen Klimawandel zurück und rechnet daher mit einem weiteren Anstieg der Schäden. Derzeit gebe es Vorboten eines neuen „El Niño“-Phänomens. „2002 war mit 1998 das wärmste Jahr, seit es weltweite Temperaturaufzeichnungen gibt - ein Beleg für den nach wie vor ungebremsten globalen Erwärmungstrend", erklärte der Leiter Gerhard Berz. Gebäude und Infrastruktur seien meist nicht für Wetterextreme gerüstet. „Da nach unseren Erkenntnissen kritische Extremwerte bei Windgeschwindigkeiten und Niederschlagsmengen immer häufiger überschritten werden, müssen schon aus diesem Grund auch die Schadenbelastungen stark zunehmen.“

Die Zahl der Todesopfer infolge von Naturkatastrophen ist wegen weniger starken Erdbeben in diesem Jahr gesunken. 2001 seien wegen der verheerenden Erdbeben in Gujarat in Indien und El Savador rund 25.000 Menschen ums Leben gekommen. Das folgenschwerste Erdbeben habe sich in Afghanistan ereignet, wo mehr als zweitausend Menschen bei einer Serie von Erdstößen im Nordosten des Landes starben.

Jeanett sehr teure Katastrophe

Der Wintersturm „Jeanett“ sei mit Schäden von über 1,5 Milliarden Dollar einer der teuersten für deutsche und europäische Versicherer gewesen, hieß es weiter. Allein in Deutschland werde die Branche voraussichtlich mehr zahlen müssen als für den Wintersturm Lothar, der 1999 Schäden von 650 Millionen Dollar angerichtet habe.

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