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Katastrophe 100 Tote bei verheerendem Brand in Ho-Chi-Minh-Stadt

 ·  Das Ausmaß eines verheerenden Feuers in einem Geschäftsgebäude in Ho-Chi-Minh-Stadt wird immer größer. Die Zahl der Toten ist auf rund 100 gestiegen.

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Einen Tag nach dem schweren Großbrand in einem Geschäftsgebäude der vietnamesischen Wirtschaftsmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 100 gestiegen. Es sei zu befürchten, dass die endgültige Zahl weit darüber liege, sagte ein Behördensprecher am Mittwoch im früheren Saigon. In dem Gebäude, in dem unter anderem mehrere internationale Firmen und ein Einkaufszentrum untergebracht sind, sollen sich zum Zeitpunkt des Brandes schätzungsweise 500 Menschen befunden haben.

Das Feuer hatte sich am Dienstag ersten Erkenntnissen zufolge von einem Nachtclub in der zweiten Etage des sechsstöckigen Saigon International Trade Centre ausgebreitet. Die Behörden vermuteten zunächst einen Kurzschluss als Ursache des Brandes. Einige der Toten sollen Ausländer sein, identifiziert wurden bisher zwei Briten und ein US-Amerikaner.

In Todesangst aus dem Fenster gesprungen

Viele Opfer seien in dem brennenden Gebäude im Finanzdistrikt der südvietnamesischen Großstadt, dem früheren Saigon, eingschlossen gewesen, sagten Augenzeugen und Feuerwehrleute. Andere sprangen in Todesangst aus Fenstern. „Als wir das Feuer rochen, überkam jeden Panik und alle versuchten aus dem Raum zu kommen“, sagte ein Überlebender, der zusammen mit rund 140 weiteren Teilnehmern einen Kurs des US-Versicherungsunternehmens AIA im fünften Stock besuchte. Er habe sich wegen des Gedränges durch ein Fenster und über eine Regenrinne gerettet. In dem Gebäude unterhalten neben zahlreichen asiatischen Unternehmen auch Firmen aus Deutschland, Australien, Belgien und Großbritannien Büros.

Das Feuer war am Dienstag zur Mittagszeit in einer Diskothek im sechsten Stock ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet. Erst nach fünf Stunden gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Nach Angaben von Anwohnern war ein Kurzschluss die Ursache. „Ich habe viele Schrei aus dem Innern des Gebäudes gehört“, beschrieb ein Augenzeuge die „blutige Szenerie“.

Identifizierung der Leichen schwierig

Die Zahl der Opfer könne noch sehr stark steigen, betonte ein Politiker. Ein Reporter einer staatlichen Zeitung berichtete, dass sich allein etwa 100 Hochzeitsgäste in dem Gebäude aufgehalten hätten. Die stark verbrannten Toten wurden zur Identifizierung in ein Militärkrankenhaus gebracht. Es werde dauern, bis alle Leichen identifiziert seien.

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