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Kalifornien Mammutbäume vor Flammen gerettet

26.07.2002 ·  Das Feuer im Sequoia-Nationalpark hat wahrscheinlich eine Camperin ausgelöst.

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Ein seit Sonntag wütendes Feuer im kalifornischen Sequoia-Nationalpark hat bis zum Donnerstag bereits über 23.000 Hektar Wald zerstört. Rund 1.500 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen der Flammen auf die wertvollen Mammutbäumen in dem beliebten Ausflugsgebiet verhindern. Erst zehn Prozent des Brandes konnte eingedämmt werden.

Die Polizei nahm unterdessen eine 45-jährige Frau fest, die das Feuer möglicherweise ausgelöst hatte. Die Frau hatte am Sonntag aufgeregt in einem Geschäft um Hilfe gebeten, nachdem ihr Camping-Feuer außer Kontrolle geraten war. Sie wollte trotz extremer Trockenheit in dem Waldgebiet Würstchen grillen. Dabei sei ihr Lagerfeuer außer Kontrolle geraten. Sie soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden.

Heftige Winde erschweren Löscharbeiten

Bis auf wenige Kilometer näherten sich die Flammen dem „Trail of 100 Giants“, einer Ansammlung von Riesenmammutbäumen, die zum Teil über 60 Meter hoch und mehr als 1.500 Jahre alt sind. Bedroht war auch ein Waldabschnitt mit etwas kleineren Redwoods, die ebenfalls zur Familie der Mammutbäume zählen.

Diese Bäume gibt es in freier Natur abgesehen von einem kleinen Gebiet in Zentralchina nur noch in den US-Bundesstaaten Kalifornien und Oregon. Wie die US-Forstbehörde mitteilte, sind in dem Schutzgebiet Sequoia National Monument mehr als hundert der 300 bis 1.300 Jahre alten Giganten bedroht, sowie mehrere hundert jüngere Sequoia-Bäume.

Flammen vor berühmten Bäumen fernhalten

Durch den Einsatz von rund 1.500 Feuerwehrleuten ist es weiter gelungen, die wertvollen Mammutbaumbestände vor den näher rückenden Flammen zu schützen. „Dies ist ein guter Tag für die Brandbekämpfer“, sagte Jim Paxton, Leiter des Einsaztkommandos der Feuerwehr am Donnerstagabend. Trockenes Unterholz, Temperaturen um 30 Grad Celsius sowie unberechenbare Winde können das Feuer jedoch immer wieder anfachen.

Zudem befindet sich zwischen den Stämmen dichtes Buschwerk, das schnell Feuer fangen kann. Die Feuerwehr setzt Bulldozer zur Entfernung des Gestrüpps ein. Mehr als 1.000 Menschen, darunter Camper und Pfadfinder, waren bereits am Montag in Sicherheit gebracht worden. Rund 200 Häuser sind bedroht.

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