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Kalifornien Homo-Ehen im Minutentakt

15.02.2004 ·  Der Ansturm heiratswilliger schwuler oder lesbischer Paare auf das Standesamt in San Francisco hält an. Am Dienstag steht eine folgenreiche richterliche Entscheidung an, die weitere Homo-Ehen in Kalifornien verbieten könnte.

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Der Ansturm heiratswilliger schwuler oder lesbischer Paare auf das Standesamt in San Francisco (Kalifornien) hält weiter an. Am Wochenende besiegelten nach Medienberichten Hunderte Paare den Bund fürs Leben. Allein am Samstag wurden rund 460 Eheschließungen registriert - das entspricht fast einer Heirat pro Minute während der Öffnungszeit des Amtes. Der Grund für die Eile: Am Dienstag will sich ein Richter mit der Klage von zwei konservativen Organisationen befassen, die Homo-Ehen verbieten lassen wollen.

Um so vielen gleichgeschlechtlichen Paaren wie möglich die Chance zu geben, vor der richterlichen Entscheidung noch zu heiraten, ordnete Bürgermeister Gavin Newsom an, daß das Standesamt in San Francisco auch am Wochenende und am Montag, dem Feiertag „Presidents Day“, geöffnet bleiben muß. Am vergangenen Donnerstag hatte er die Standesbeamten angewiesen, Homosexuellen die Heiratserlaubnis zu erteilen. Ein Verbot der Homo-Ehe verstoße gegen das Gleichstellungsgesetz von Kalifornien, argumentierte Newsom. Die Eheschließungen verstoßen indessen gegen einen Volksentscheid im Jahr 2000, bei dem die Mehrzahl der Kalifornier für eine ausschließliche Ehe zwischen Mann und Frau stimmten.

Im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts hatten Lesben und Schwule Anfang Februar einen entscheidenden Durchbruch errungen. Das dortige höchste Gericht erklärte gleichgeschlechtliche Eheschließungen als legal. Im Parlament von Massachusetts gibt es Bestrebungen, die Homo-Ehen zu verbieten.

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