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Veröffentlicht: 13.02.2012, 13:30 Uhr

Jungfernfahrt der Vega Familie der Esa-Trägerraketen jetzt komplett

Europas Raketenfamilie hat Nachwuchs: Am Montag ist die kleine Vega zu ihrem Jungfernflug ins All gestartet.

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© ESA via Getty Images Zum ersten Mal seit 16 Jahren hat die ESA eine völlig neu entwickelte Trägerrakete gestartet

Die erste europäische Vega-Rakete ist am Montag um 11 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (7 Uhr Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet. An Bord des rund 790 Millionen Euro teuren Lastenträgers befanden sich neun kleine Satelliten, die nach und nach in ihre Umlaufbahnen befördert wurden. Danach setzte die verbliebene Oberstufe von Vega ihren restlichen Treibstoff frei und wurde abgeschaltet.

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Mit der vor allem in Italien gebauten Rakete steht der europäischen Raumfahrtbehörde Esa jetzt eine ganze Trägerfamilie für Satelliten unterschiedlichster Massen zur Verfügung. Bis 2011 hat die Esa nur mit der Ariane 5-Rakete gearbeitet, einem vor allem auf den Transport von Kommunikationssatelliten ausgerichteten Träger, der große Nutzlasten bis zu zehn Tonnen in eine für diese Satelliten erforderliche geostationäre Übergangsbahn bringen kann. Für den Start kleinerer Satelliten ist die Ariane-5 jedoch überdimensioniert. Deshalb ist auf dem europäischen Weltraumbahnhof eine Startanlage für russische Sojus-Raketen entstanden, von der aus vor allem europäische Satelliten befördert werden sollen.

Für kleinere Satelliten und Nutzlasten bis zu 1500 Kilogramm

Weil der Start vom Äquator aus viel weniger Energie erfordert, als von den russischen Weltraumbahnhöfen in Baikonur und Plesetsk, kann die Sojus-Rakete von Kourou aus mittelschwere Satelliten bis zu drei Tonnen Masse (statt 1,7 Tonnen Masse von Baikonur aus) in geostationäre Übergangsbahnen bringen. In die für Erderkundungssatelliten genutzten sonnensynchronen Bahnen rund 700 Kilometer über der Erde transportiert sie dagegen bis zu 4350 Kilogramm. Die erste Sojus-Rakete startete im Oktober.

Die Vega-Rakete schließt jetzt die Lücke nach unten. Sie ist für kleinere Satelliten gedacht mit Nutzlasten bis zu einer Masse von 1500 Kilogramm. Nach dem Start zündeten alle drei Feststoffantriebsstufen nach Plan. Die Oberstufe lenkte anschließend auf 1450 Kilometer Höhe in eine kreisförmige Umlaufbahn ein und entließ dort ihre wichtigste Nutzlast, den Forschungssatelliten Satelliten Lares, der Effekte der Relativitätstheorie testen soll. Mit einem weiteren Manöver erreichte die Oberstufe in 350 Kilometer Höhe den niedrigsten Punkt einer elliptischen Umlaufbahn. Dort setzte sie die acht kleineren Satelliten aus.

Quelle: F.A.Z.

 

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