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Seenot 16 Jahre alte Abby Sunderland gerettet

12.06.2010 ·  Nach tagelanger Suche hat ein Fischerboot die in Seenot geratene Abby Sunderland aus dem Indischen Ozean gerettet. Die 16 Jahre alte Solo-Seglerin hatte Notsignale abgegeben, danach war die Kommunikation abgebrochen. Ihr Boot wurde schwer beschädigt.

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Die in Seenot geratene junge Solo-Seglerin Abby Sunderland ist gerettet. Das französisches Fischerboot „Ile de Réunion“ nahm die 16-Jährige am Samstag im Indischen Ozean zwischen Madagaskar und Australien unverletzt an Bord, berichteten die australischen Rettungsdienste.

Die Jugendliche war bei ihrem Versuch einer Weltumsegelung in der Nacht zu Freitag in schwere Seenot geraten und hatte Notsignale geschickt. Die australischen Rettungsdienste hatten am Freitag als Erste auf den Hilferuf Sunderlands reagiert und waren mit einem Flugzeug über die Unglücksstelle geflogen. Sunderland musste dann noch 24 Stunden bei rauer See in ihrer beschädigten Jacht aushalten.

„Die Besatzung der „Ile De La Reunion“ hat ein kleines Boot ins Wasser gelassen und die Suche aufgenommen“, teilte die australische Behörde für Meeressicherheit mit. „Der Kapitän hat inzwischen gemeldet, dass Fräulein Sunderland sicher und bei guter Gesundheit ist.“

Die Eltern des Teenagers haben ihr Tun gegen Kritik verteidigt. Es hätten unabhängig vom Alter schon viele Menschen aus Seenot gerettet werden müssen, sagte der Vater Laurence Sunderland dem Fernsehsender NBC. Nur weil es „harte Wellen gibt und manchmal Leute gerettet werden müssen“, könne ja wohl nicht das Segeln verboten werden. Außerdem sei seine Tochter Abby ja unbeschadet aus der ganzen Sache herausgekommen, betonte der Vater und fügte im Fernsehsender ABC hinzu: „Wie viele Jugendliche sterben jedes Jahr bei Autounfällen. Sollen wir ihnen deshalb verbieten zu fahren?“

Abby Sunderland war beim Versuch einer Solo-Weltumseglung im Indischen Ozean in einen Sturm geraten und hatte Mastbruch erlitten. Weil der Funkkontakt zu der 16-Jährigen abbrach, wurde das Schlimmste befürchtet und eine großangelegte Suchaktion gestartet. Zum Überfliegen des Gebiets wurde sogar ein Passagierflugzeug der australischen Fluggesellschaft Qantas gechartert. Dieses Flugzeug sichtete schließlich Abbys Boot „Wild Eyes“, ein französisches Schiff machte sich auf den Weg zu ihr.

Abbys Weltumseglung war wegen ihres jugendlichen Alters und der von ihr ausgewählten Route sehr umstritten. Die Überquerung des Indischen Ozeans mitten im Südhalbkugel-Winter gilt als äußerst riskant.

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