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Jugendreisen Strand, Saufen und Sex

04.08.2009 ·  Das Reiseprogramm verspricht nie endende Partys. Hauptsächlich junge Leute fahren mit. Bevor der Bus anrollt, haben viele schon ihren ersten Alkohol in sich. Und finden, erst so werden die Ferien schön.

Von Philip Eppelsheim
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Gott schwitzt. Er fährt mit der Hand über die Stoppeln auf Kopf und Kinn. Die Luft flimmert über dem Asphalt, nur der Bus spendet Schatten. Auf Gottes Arm prangen Tattoos: Äste, Lianen, ein Tempel, die Sonne. Sie sind der eine bunte Fleck auf dem Parkplatz, an der Mauer, vor der Landschaft aus stumpfen Steinen. Gott blickt in müde Gesichter. Bier, Marke Karlovacko von der Tankstelle gegenüber, soll die Müdigkeit verdrängen. Gott verspricht: „Hier geht die Party ab.“

Vor neun Jahren hat er selbst einen solchen Satz gehört, stand mit müdem Gesicht vor einem Bus. Er war arbeitslos geworden, hatte seinen Job - „einen guten Job“ - in der Gastronomie verloren, weil der Laden pleite gegangen war. Arbeitslos reiste er mit Rainbow Tours und fand Gefallen. So wurde er zum Rainbow-Koordinator in Kroatien. Zu Gott, wie er hier von manchen genannt wird.

Nicht nur Jugendliche kommen

Sie haben sich vor einem Tag auf dem Weg zu ihm gemacht: Die Alten. Sechs Mann, Ende zwanzig bis Anfang dreißig. Mit einem Liter Rum, einem Liter Whisky und 0,7 Liter Wodka im Gepäck, Flaschenöffner um den Hals, Jägermeister-Shirt über der Brust. Die Horde Sechzehnjähriger, Wodka als Wegzehrung.

Die Clique. Schüler, 15 und 17 Jahre alt, und angehende Studenten. Im Internet haben sie Filme gesehen, über jene, die vor ihnen unterwegs waren: Cocktails ohne Ende, Sonne ohne Ende, Sex ohne Hemmungen.

Die drei „Abimen“, so die Aufschrift auf ihren Shirts. Die zweieinhalbstündige Verspätung ihres Busses haben sie mit Jägermeister und Eistee begossen. Auf der anderen Straßenseite bevorzugten die Wartenden Jim Beam. Auch ihre Namen spielen keine Rolle. Sie sind nur einige wenige von Zehntausenden, die jedes Jahr in Kroatien, Spanien, Bulgarien oder Ungarn den Exzess suchen. Einen Exzess ohne Grenzen, außer denen des eigenen Körpers. Und manchmal selbst ohne diese Grenze.

Freicocktails und Happy-Hour-Vergünstigungen

Im Bus hat die Reiseleiterin, blond, mit Piercing über der Lippe, den Jungs die Clubcard angedreht. Die Jungs lieben die Reiseleiterin aber vor allem für ihre Oberweite. Gelockt haben die Reiseleiterin und ihr Begleiter, beide Jahrgang 88, mit fünf Freicocktails und Happy-Hour-Vergünstigungen und einem Bootsausflug. Mit Wein und Schnaps, so viel man will. „Beides für nur 57 Euro. Schließlich wollt ihr Party machen.“ Sie hatte Erfolg bei den Jungs, ihr Begleiter bei den Mädchen. „Ein Süßer.“ Braungebrannt und durchtrainiert.

Unaufhaltsam ist der Bus dem entgegengerollt, was das Reiseprogramm versprochen hat: niemals endende Partys am Strand Zrce auf der kroatischen Insel Pag; Mädchen in Bikinis, die an Strohhalmen saugen und fragen: „Hast du auch so'n Langen?“ Oder ankündigen: „Sei gespannt auf das Outfit von morgen.“ So wirbt Rainbow Tours, nach eigenen Angaben die „Nr. 1 der preiswerten Reisen für Jung und Junggebliebene“. Ab 99 Euro - Fahrt, Zelt und Frühstück inklusive - gibt es den zehn Tage dauernden Trip. Und der ist gefragt. Wie hatte der Mann bei der Telefonhotline gesagt: „Kroatien ist geil. Es sind nur noch zwei Plätze frei. Den Drop musst du schnell rundlutschen. Auf alle Fälle noch heute.“

„Immer aufs Tor“

Die mit den „rundgelutschten Drops“ sind den Verlockungen gefolgt. Mit im Gepäck die Hoffnung auf manches, was nicht im Reiseprogramm steht. „Die Reiseleiterin, das ist eine. Wenn die mich mit ins Zelt einlädt, seid ihr mich los.“ Die Busträume eines Siebzehnjährigen. Seine Taktik: „Die eines Stürmers, immer auf das Tor.“ Und auch seine Kumpel hatten Wünsche: „So eine Nymphomanin wäre doch geil.“ Mit Träumen und Alkohol an Bord ist der Bus Gott näher gekommen. Der Film, „Pura Vida Ibiza - Die Mutter aller Partys!“ hat die Nacht eingeläutet: Alkohol, Vakuum-Pumpe, Quickie auf der Toilette und ein wenig Liebe.

Am Morgen hat die blonde Reiseleiterin die Jungs geweckt: „Hallo, hier Swetlana, 20 mit Hand, 50 Lutschi, Lutschi, 70 Russisch“, um nach einem Blick in die Bordtoilette zu schreien: „Ey, hier hat einer gekotzt.“ Am Fenster ist Slowenien vorbeigeglitten, nur die hell leuchtenden Sex-Reklamen an der Autobahn sind in Erinnerung geblieben; und nach der „Deportation“, wie die „Abimen“ die Fahrt nennen - „normal sind wir mit solchen Vergleichen ja vorsichtig“ -, haben sie endlich dieses Eiland erreicht, wo Gott sie empfängt.

Campingplatz Strasko Novalja

„Hier ist es geiler als auf Ibiza“, sagt Gott. „Ihr seid hier wegen der Partys. Die gibt es sonst nirgends. Aber haltet euch an die Regeln. Heute haben wieder welche ein Apartment zerstört.“ - „Na und, wir haben ja 20 Euro Kaution hinterlegt“, murmelt ein Junge und lacht. „Von 22 Uhr bis sechs Uhr ist Nachtruhe. Aber das ist egal, da seid ihr sowieso nicht da. Da seid ihr feiern. Man muss aber eines sagen, die Leute hier mögen euch Junge nicht.“

Die Clique schultert ihre Reisetaschen, hievt den Bierkasten - den ersten Einkauf im Land Gottes - empor. 34 Jungs und Mädchen und sieben Mitarbeiter von Rainbow Tours bewohnen für die nächste Woche die „Camp Area“ auf dem Campingplatz Strasko Novalja. „Dieser Platz hat euch mehr zu bieten als Rentner beim Mittagsschlaf“, steht in der Programmbeschreibung. Vier-Mann-Zelte, ein Küchenzelt und Bierbänke unter Eichen und unter einer Fahne, auf der Gottes Worte geschrieben sind: „Wir machen Party.“ Die „Abimen“ und die Alten haben sich dennoch für Apartments in der zwanzig Minuten Fußmarsch entfernt liegenden Kleinstadt Novalja entschieden.

„Langweilig wird euch hier nicht.“

Herrscher des Camps ist der Prinz. So jedenfalls sein Spitzname bei den Reiseleitern und Begleitern, wenn der Zweiundzwanzigjährige gerade nicht in der Nähe ist. Wie Gott trägt er Stoppeln auf Kopf und Kinn. Der Prinz weist die Schlafplätze zu und nimmt die Personalausweise entgegen. Gott hat gesagt, die brauche man hier nicht, egal ob minderjährig oder volljährig. „Nach euren Ausweisen fragt euch hier niemand. Ihr kommt auch so überall rein. Und ihr bekommt auch so alles. Außer ihr wollt illegale Drogen konsumieren und die Polizei erwischt euch.“ Und der Prinz verspricht den 15 Jungs und 19 Mädchen: „Langweilig wird euch hier nicht.“

Durch das Camp zieht der Geruch von gekochten Nudeln. Aus dem Radio dringt House Music „My dream is to fly / Over the rainbow so high“ und „Atzen Musik“: „Hey, das geht ab / Wir feiern die ganze Nacht“. Jeden Tag wird es so sein. Nudeln und Hey, das geht ab.

„Macht Party, aber seid brav.“

Gott wartet. Er und der Rainbow-Clan haben zum „Cocomo-Meeting und Welcome Party“ geladen. Die Clubcard-Inhaber erhalten ihre rot-gelben V.I.P.-Bänder. Bier und Caipirinha fließen. Gott ermahnt noch einmal: „Macht Party, aber seid brav. Man mag euch nicht.“ Zum Trost gibt es einen „Shooter“: süßes rotes Zeug mit Alkohol. Der älteste der Begleiter verteilt die Gläser. 32 Jahre ist er alt. So alt wie Gott. Auch wenn er gerne Mitte 20 sagt. Man sei schließlich nur so alt, wie man sich fühle. In seinem eigentlichen Leben ist er Sozialarbeiter an einer Sonderschule, kümmert sich um auffällige Jugendliche. „Ich bin die männliche Super-Nanny. Ich habe die gleiche Ausbildung.“ Ob sich denn die Arbeit daheim von der hier unterscheide: „Ja, hier sind ja keine Asozialen“, sagt er und wendet sich drei 17 Jahre alte Schülerinnen zu: „Na, dann raus den Busen, raus den Arsch, rein den Bauch und los ihr Emanzen.“ Dann mit Blick auf die Oberweite eines Mädchens: „Ey, guckt euch die beiden an.“

Leere Bierflaschen türmen sich auf den Bänken an der Promenade Novaljas. Während russische Prostituierte versuchen, Männer zu verführen, kommen die „Abimen“ auf die elementaren Dinge des „Urlaubs“ zu sprechen: „Wenn du hier als Single nicht fickst, dann bist du ein Depp.“ Der „süße“ Begleiter aus dem Bus will kein Depp sein: Er erreicht sein Ziel schon am ersten Abend. Sagt er.

Papaya, Aquarius und Kalypso

Am Partystrand Zrce warten die Diskotheken Papaya, Aquarius und Kalypso mit ihren Cocktails und Pools. Tequila Sunrise und Sex on the Beach für jeden. An den Stangen winden sich Go-go-Girls, nur das Nötigste verhüllt. Die tanzenden Mädchen eifern ihnen nach, die Jungs gaffen und saufen. „Mama cita“, „Granate“, schreien die „Abimen“ und trinken Wodka. Einen letzten vor dem Frühstück.

Der Kiesstrand vor den Diskotheken liegt im Dunkeln, verströmt den Gestank von Fäkalien und Erbrochenem. Speed-Dealer versuchen, ihren Stoff zu verkaufen. Mädchen ziehen sich um. Auf dem Rückweg zu den Diskotheken steigen sie über Alkoholleichen und weichen Liebespaaren aus. „Neben guter Musik und coolen Drinks erhaltet ihr hier außerdem noch einen unvergesslichen Ausblick auf die Schönheit des Lebens“, verspricht Rainbow Tours. Die Clique verzichtet auf den Ausblick. Die Schüler spielen im Camp Saufspiele, bis in die Morgenstunden.

Kopfschmerzen am Morgen

Der Morgen beginnt mit Katerstimmung, Kopfschmerzen und bei einigen mit Bier. Im Camp schallt wieder die House Music durch die Zelte. Ein paar Stunden Erholung am Strand, ein wenig Beachvolleyball zur Abwechslung. Denn das Programm ist hart: Mittwoch After-Beach-Party im Aquarius, Night-Party im Kalypso, Donnerstag After-Beach-Party im Papaya, Freitag Bootsausflug, Night-Party im Papaya, Samstag AfterBeach-Party im Kalypso, Sonntag After-Beach-Party im Papaya, Night-Party im Aquarius, Montag Good Bye Party im Papaya. Keiner im Camp schafft das ganze Programm.

Die Clique beginnt ihre erste After-Beach-Party mit Jumbo-Cocktails, ein Liter, in Rot oder in Grün. Gott steht am Rand des knietiefen Pools, in dem die Heranwachsenden tanzen. Er hat sein Shirt abgestreift. Auf seinem Rückgrat schimmert der vitruvianische Mensch da Vincis. Gott nippt an einem Cocktail und beobachtet das Treiben. Seine Gäste und seine Mitarbeiter. Die blonde Reiseleiterin, ihren "süßen" Begleiter, den Prinzen und die anderen. Über seine Reiseleiter schreibt Rainbow Tours: "Ihr wollt umsonst Urlaub machen, in jede Disco umsonst reinkommen und Freigetränke abstauben, der Held bei allen Gästen des anderen Geschlechts sein und wochenlang durchfeiern? Sorry, aber das gibt's bei uns leider nicht."

Liebesgeschichten im Rainbow-Camp

Die blonde Reiseleiterin schimpft, wenn sie das rote Rainbow-Shirt anziehen muss oder wenn sie keine Cocktail-Gutscheine vom Prinzen bekommen hat. Nachts grölt sie lallend mit: "Hey, das geht ab." Ihren Freund hat sie auf einer ihrer letzten Fahrten kennengelernt.

Der "süße" Reisebegleiter bleibt seinem Motto treu, bezeichnet sich nach einigen Cocktails als "Ficker". Er ist der beste Freund der blonden Reiseleiterin, begleitet sie, weil ihr Bus während der letzten Fahrt demoliert worden ist. "Ein Mädchen und sechzig Besoffene. Das geht doch nicht." Schließlich lässt er sich mit einer Siebzehnjährigen ein. Er sagt, Gott habe das Okay gegeben, weil das Mädchen nichts mit Rainbow Tours zu tun habe. "Aber nicht mehr direkt vor meinem Zelt", schimpft der Prinz am Morgen danach und deutet auf das aus Paletten errichtete rote Sofa, auf dem der "süße" Reisebegleiter sich mit dem Mädchen vergnügte, während ihr Bruder auf der anderen Seite seinen Rausch ausschlief. Eine Liebesgeschichte im Rainbow-Camp.

„Die letzte Woche war härter.“

Der Prinz hängt noch der letzten Reisegruppe nach, redet von "Anna 40 Euro" und "Tantra Anna", davon, dass sich die Letzten jeden Tag übergeben hätten. "Das war echt hart. Die hier sind ja auch ordentlich, aber die letzte Woche war härter."

Die Alten fassen nach mehreren Cocktails zusammen: "Die haben alle gar keine Ahnung. Die sind doch selbst Kinder."

Und täglich grüßt das Trinkspiel. Die Abendstunden vor den Partys vergehen mit "Ballermann": Karte ziehen, und mindestens einer muss immer trinken, vorzugsweise Wodka. Nach einigen Runden spuckt ein Mädchen. "Hätte man von der ja gar nicht gedacht. Aber ist doch geil. Dann hatte sie ja auch ihren Spaß", sagt die männliche Super-Nanny. Spaß: Cocktails, Rauchen durch ineinander gesteckte Strohhalme, Wodka; tagsüber am Strand oder auf der Palettenlounge dahindämmern, Nudeln mit Ketchup essen, Karten spielen, quatschen. Tag für Tag. Und je später die Stunden, desto widerlicher die Campingplatztoiletten.

Das Camp hat Zuwachs bekommen. Ein Mädchen aus einem benachbarten Camp kommt täglich vorbei, wird von den Begleitern begrüßt mit: "Ey, willst du, dass ich einen Dicken bekomme?" Sie hat Piercings in den Wangen und oberhalb der Brüste und erzählt, dass sie die "Einverständniserklärung von Mama" selbst geschrieben habe. Nun sitzt sie auf der Palettenlounge, weil sie hier mit ihren angeblich 17 Jahren "alles machen darf".

Nachbarn aus dem „Ruf“-Camp

Dort, wo sie herkommt, im benachbarten "Ruf"-Camp, sei das anders. Schlafen schon um drei Uhr. Zwei Jungs aus ihrem Camp taumeln in der Nacht, kurz vor vier Uhr, an den Rainbow-Zelten vorbei. Sie prahlen von sechzig Litern Bier in sechs Tagen, "aber immer erst ab 18 Uhr", dann verschwinden sie wieder in der Dunkelheit.

Der Bootsausflug verspricht Abwechslung: Alkohol schon ab Mittag. Zur Begrüßung gibt es Schnaps, der, so die Clique, nach "reinem Ethanol" schmeckt und ungenießbar sein soll. Später trinken die Schüler ihn dann aber doch wieder. Dazu süßen weißen und süßen roten Wein aus Plastikkanistern. Auch die Alten saufen mit. "Eigentlich sind wir zu alt für so etwas", sagen sie und blicken auf die Horde Sechzehnjähriger. "Ist ja schließlich eine Jugendreise." Doch auch für die Alten geht dieser Tag vorbei: fahren und trinken, stoppen und schwimmen, fahren und trinken. "Hey, das geht ab", brüllt das Boot.

Trinken ohne Kontrolle

"Das ist der geilste Urlaub, den ich je gemacht habe", sagt einer aus der Clique, nachdem er und die anderen ihre abendliche Flasche Wodka geleert haben. "Ja, hier kannst du trinken, ohne Kontrolle. Auch, wenn du noch nicht achtzehn bist", sagt die männliche Super-Nanny. "Wir sind hier schließlich nur Begleiter und keine Betreuer. Wenn sich hier einer ins Koma säuft, dann ist das doch seine Sache." In der Dunkelheit jenseits der regenbogenfarbenen Glühbirnen im Camp kotzt wieder ein Mädchen. Und die Clique trinkt wie die anderen weiter. "Ein guter Urlaub ist es nur, wenn du jeden Tag betrunken bist", sagt einer der Heranwachsenden.

Wieder After-Beach-Party, wieder Liter-Cocktails, wieder Ausschau halten nach dem von den Begleitern gepriesenen Go-go-Girl, die "mit den Flügeln auf dem Rücken, die Blonde. Die ist geil. Was die mit ihrem Arsch macht." Im Pool sind ein Mann und zwei Frauen beim Vorspiel. Die Jungs aus dem Camp beobachten sie, jubeln, als eine der Frauen sie anschaut und sich zwei Finger in den Mund steckt, sie zu "Billie Jean" im Takt bewegt.

Zurück nach Deutschland

Am Morgen sitzt Gott im Camp. Er starrt auf seinen Computer. "Heute Nacht ist einer im Club gestorben." Ein 19 Jahre alter Österreicher soll mit dem Kopf voran in den 50 Zentimeter tiefen Pool gesprungen sein. Später berichten österreichische Medien, dass er überlebt hat. Seine Schwester behauptet, er sei gestürzt. "Da ist doch letztens schon mal einer gesprungen", sagen die Camper.

Noch eine letzte Nacht. "Let's go Deutschland", murmelt der Shuttle-Bus-Fahrer, als er seine Fracht am Party-Strand ablädt. Mädchen schleppen Typen ab, Jungs und Mädchen saufen. Gott greift ein und schafft eine betrunkene Schülerin zurück ins Camp. Einige Stunden später steht er wieder auf dem Parkplatz. Neue Busse sind da. Neue müde Gesichter. Neue Reiseleiter, die in den nächsten Supermarkt ziehen: "Wodka holen, um die Weiber abzufüllen." Gott verspricht: "Hier geht die Party ab."

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