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Computerspiele zu Weihnachten Spiel mal ein bisschen Evolution

07.12.2008 ·  Socken und warme Unterwäsche waren bei Kindern als Weihnachtsgeschenke noch nie beliebt - Computerspiele schon. Doch was schenken? Diese Spiele können Eltern guten Gewissens unter den Baum legen, ohne dem Nachwuchs den Spaß zu verderben.

Von Anne-Christin Sievers
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Lego Indiana Jones:
Das Action-Adventure schickt die Spieler auf eine Abenteuerreise um die Welt. Der Klötzchen-Held Indiana Jones bekämpft an Ausgrabungsstätten böse Gegner mit seiner Peitsche, sucht nach Schätzen und löst spannende Rätsel. Außerdem kann man seine Begleiter Marion Ravenwood, Marcus Brody oder Indys Vater als Spielfiguren verwenden, wenn der Held mit Schlapphut selbst wegen seiner Schlangenphobie oder zu schmalen Durchgängen nicht in Frage kommt.

Mit viel Liebe zum Detail in jeder Szene und einem außergewöhnlichen Humor zeigt der Mix aus Action und Puzzle die Welt in Lego-Optik: zum Beispiel das Südamerika der 30er Jahre. Aus einem Klötzchenhaufen lassen sich Schalter oder ein schickes Auto zusammenbauen. Größer ist übrigens der Spielspaß, wenn die Indiana-Jones-Filme bekannt sind, denn der Plot des Spiels lehnt sich daran an. Lego Indiana Jones erscheint für Xbox 360, PS3, PS2, Wii und Windows-PCs. Preis je nach Version 25-60 Euro.

Guitar Hero III:
Als Rock Star auf der Bühne stehen und Menschenmassen begeistern: Wer hat nicht schon einmal davon geträumt? Mit Guitar Hero III von Activision rückt dieser Traum in greifbare Nähe. Die Spieler können zwischen mehr als 70 Rock-Klassikern von den Rolling Stones über die Beastie Boys bis zu Pearl Jam auswählen.

Durch richtig gespielte Stücke lassen sich außerdem Bonustracks freispielen. Die Aufgabe ist, mit dem Controller in Gitarrenform auf einem Laufband verschiedene Töne im richtigen Moment zu greifen und mit der anderen Hand anzuschlagen.

Drückt der Luftgitarrist einen falschen Knopf oder verschätzt er sich im Timing, kommt das einem falsch gespielten Ton gleich und das Publikum bekommt schlechte Laune. Bei besonders vielen guten Tönen hintereinander bekommt man Bonuspunkte. Vier wählbare Schwierigkeitsgrade machen es auch Anfängern leicht, Songs komplett richtig zu spielen.

Außerdem könnt ihr im Mehrspielermodus auch zu zweit eure Fans und Freunde begeistern oder im Battle-Modus gegeneinander antreten. „Guitar Hero III“ ist für PS2, Xbox 360, PS3, Wii und PC erhältlich und kostet je nach Version zwischen 40 und 70 Euro.

Super Mario Galaxy:
Dass es einen Mangel an Spielen gibt, in denen der kleine, italienische Klempner Mario munter von Steinchen zu Steinchen hüpft, kann man nicht gerade behaupten. Aber das Jump&Run „Super Mario Galaxy“ von Nintendo für Wii nutzt alle Möglichkeiten der Wii-Steuerung aus. Die Wii-Steuerung funktioniert fast wie ein verlängerter Arm und reagiert auf jede haarkleine Bewegung. Durch Schütteln der Wii-Steuerung kann Mario zum Beispiel während des Laufens höher und weiter springen.

Als Spielorte dienen ausnahmsweise mal nicht märchenhafte Welten mit ihren Höhlen und unterirdischen Gängen, sondern die unendlichen Weiten des Weltalls und eine große Anzahl an unterschiedlichen Planeten. Preis: 39,95 Euro.

Boom Blox:
Das Geschicklichkeitsspiel „Boom Blox“ von Electronic Arts ist etwas für Tüftler. Es orientiert sich am Klassiker „Jenga“, auch wenn es komplexere Spielszenarien entwirft. Hier sind Holzklötze in vielen abenteuerlich gestalteten Konstruktionen übereinandergestapelt. Ziel des Spiels ist es, diese Klötze mit möglichst wenig Würfen zu Boden fallen zu lassen.

Dazu wirft man einen virtuellen Baseball auf die Bauten aus niedlichen Holzklötzen und putzigen, rechteckigen Tierfiguren, oder man entfernt Teile mit Hilfe der Wii-Fernbedienung, damit die wichtigen Klötze ungehindert nach unten segeln. Allerdings tun sich davor allerlei Hindernisse auf: etwa Minus-Steine, die Abzüge in der Gesamtnote bedeuten, wenn sie zu Boden fallen. Wer ein gutes geometrisches Verständnis und auch Spaß am strategischen Denken hat, für den ist „Boom Blox“ genau das Richtige. Das Spiel ist für Wii erhältlich. Preis: 39,95 Euro.

Spore:
Vom Einzeller bis zum zivilisierten Homo sapiens in einem Game: „Spore“ macht's möglich. In dem Simulationsspiel für den PC kann man die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf einem Planeten und die Expansion darüber hinaus gestalten.

„Spore“ besteht aus fünf Teilspielen, die sich an den fünf verschiedenen Evolutionsphasen orientieren: der Zellenphase, der Kreaturenphase, der Stammesphase, der Zivilisationsphase und der Weltraumphase. In der Zellenphase schwimmt man als Einzeller in einer Ursuppe und muss im 2-D-Arkadespiel-Modus erst mal durch Fressen wertvolle DNA sammeln, um die nächste Zivilisationsstufe zu erreichen.

So geht es munter weiter, vom Zellen-Designer mutiert der Spieler zum Kreaturen-Former, der entscheiden kann, wie die Lebewesen miteinander umgehen sollen.

Mit dem Übergang von Stammes- zu Zivilisationsphase wird dann strategisch der gesamte Erdball bevölkert, bis die Welt nicht mehr genug ist: Als Raumschiff-Designer bestimmt der Spieler das Schicksal der menschlichen Spezies. Preis: 29,97 Euro bei Amazon, regulär 54,99 Euro.

Patapon:
Sie sind ein merkwürdiges Völkchen, diese „Patapons“. Denn die Miniatur-Krieger hören nur auf den Befehl von Trommeln, die der Spieler betätigen muss. Es stehen vier Trommeln zur Verfügung, die aber erst im Laufe des Spiels freigeschaltet werden müssen.

Aber Vorsicht: Beim falschen Takt geraten die kleinen Krieger vollkommen aus dem Konzept. Das Musikspiel „Patapon“ für Playstation Portable kominiert Strategie, Rhythmus und eine zurückhaltende Grafik auf besondere Weise. Preis: 37,95 Euro.

Wann ist ein Spiel überhaupt jugendgefährdend?
Eine Bundesprüfstelle stellt fest, ob Spiele jugendgefährdend sind. Sie stellt sich folgende Fragen:
1. Sind Menschen, menschenähnliche Wesen oder aber andere Geschöpfe Opfer der virtuellen Gewalt?
2. Was ist die Motivation, (ethische) Begründung oder Legitimation der virtuellen Gewalt? Warum kommt Gewalt in dem Spiel vor?
3. Wird das Computerspiel insgesamt durch Mord- und Gewaltszenen geprägt, oder machen sie nur einen kleinen Teil aus?
4. Ist die Darstellung der Gewalt im Computerspiel detailliert?
5. Inwieweit wird die Distanzierung vom virtuellen Spielgeschehen vermindert oder gefördert?

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