23.09.2008 · Nick hat seinen Diebstahl bereut und will den Helm zurückbringen. Aber dann läuft die ganze Situation aus dem Ruder. Teil 15 des Fortsetzungsromans von Martina Wildner.
Pia, Denny, Sara und Nick sind die vier Helden des Romans „Kleine Fische“, der die Abenteuer der Jugendlichen im Großstadtsommer schildert. Mit vier unterschiedlichen Stimmen erzählt Autorin Martina Wildner die Geschichte der jungen Leute, deren Wege sich auf seltsame Weise kreuzen.
Am nächsten Tag stand Nick vor dem etwas heruntergekommenen Wohnhaus von Gregor Rose. Nick fühlte sich schwach. Ihm war schon wieder schwindlig. In der ersten Hälfte der Nacht hatte er brechen müssen, später war das Fieber gekommen. Das ist die Strafe, hatte er zwischen seinen wirren Träumen immer wieder gedacht. Die Strafe fürs Klauen.
Doch zum Glück ging es ihm gegen Mittag besser und zum Glück waren der Name Gregor Rose und dessen Adresse im Helm gestanden. Nick schlenkerte mit dem hellen Baumwollbeutel. Er hatte sich alles genau überlegt: Erst würde er unten läuten, irgendwo, nur um ins Haus zu gelangen, dann würde er den Helm vor der Haustür von Gregor Rose ablegen. Nick drückte mehrere Klingeln gleichzeitig und tatsächlich hörte er kurz darauf ein Summen. Er betrat das Haus, stieg die Treppen hoch und suchte nach der Tür von Gregor Rose. Doch er fand sie nicht, denn an kaum einer Tür war ein Türschild angebracht.
Er kam nicht weit
Nick stieg wieder hinab und suchte dabei noch einmal jede Tür nach Namenschildern ab. Kein Gregor Rose. Eine Weile stand Nick unschlüssig im Treppenhaus herum. Er musste sich etwas anderes überlegen. Da sah er die Briefkästen. Vielleicht konnte er eine Nachricht hinterlassen. Helm gefunden oder so was. Aber würde man ihm das glauben? Andererseits hatte er den Helm wirklich gefunden! Und dass er ihn mitgenommen hatte, hatte ja nur an seiner Bewusstseinstrübung infolge des Sonnenstichs gelegen. Nick schüttelte den Kopf. Nein, keine Nachricht. Zumindest nicht jetzt. Er musste sich dringend hinlegen.
So verließ er das Haus, doch er kam nicht weit. Plötzlich standen zwei Männer vor ihm, packten ihn und sagten: „Sie sind festgenommen.“
Ihm wurde der Beutel aus der Hand gerissen, dann musste er sich mit erhobenen Händen an die Hauswand stellen und wurde abgetastet. Ein dritter Mann kam aus dem Haus, er schwang triumphierend einen hellen Baumwollbeutel hin und her: „Da ist die Ware!“, rief er.
Die bisherigen Folgen sind hier nachzulesen Fortsetzungsroman „Kleine Fische”.