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Wo liegt Badral? Teil 26 In der Psychatrie

12.08.2009 ·  Fred wird im Libanon auf die psychatrische Station eines Krankenhauses gebracht. Er fragt die Insassen nach Badral und Nassir ad-Dawur - und erhält erstaunliche Antworten.

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Auf der Reise zu seinem Onkel nach Damaskus wird Freds Gepäck vertauscht. Im fremden Koffer findet der 16-Jährige einen Pass aus dem Land Badral, darin das Bild eines Jungen, der aussieht wie er selbst. Wo aber liegt Badral?

Das Krankenhaus befand sich in einer Stadt, keine Ahnung, in welcher. Man hatte mich in eine psychiatrische Station gesteckt, obwohl Epilepsie meines Wissens ein neurologisches Leiden ist. Ich teilte den Schlafsaal mit zweiundzwanzig anderen Patienten. In der ersten Nacht schlief ich schlecht und dachte darüber nach, ob es besser war, psychisch krank zu sein oder ein israelischer Spion. Ich entschied mich für Ersteres.

Am nächsten Tag nahm ich Kontakt zu meinen Mitpatienten auf und fragte sie nach Badral und Nassir ad-Dawur. Badral kannten vier. Die Meinungen darüber jedoch gingen auseinander. Ein Mann mit langem weißem Gewand und Bart sprach von einem Badral, das zweifellos im Himmel läge. Wo da genau, konnte er mir nicht sagen. Zwei andere sprachen von einem unterirdischen Badral.

Nur ein einziger Patient kannte auch Nassir ad-Dawur. Der war schon etwas älter und schien mir im Gegensatz zu den anderen Badralspezialisten recht vernünftig. Er sagte: „Ja, ja, Nassir ad-Dawur. Er war Deutscher und bekannt unter dem Namen Timo. Timo war Mitglied der RAF und ließ sich in einem Trainingscamp ausbilden. Ich war dort Koch. Timo war wirklich fit. Beim Schießen traf er einen Stecknadelkopf auf zweihundert Meter Entfernung, und er konnte sechs Stunden ohne Pause durch die Wüste rennen. Aber eines Morgens kam er zu mir in die Küche und sagte, er sei jetzt Nassir ad-Dawur. Als solcher sei er dazu auserkoren, das Land der Glückseligkeit zu finden. Wie dieses Land heiße und wo es liege, fragte ich ihn.
,Es heißt Badral und befindet sich momentan in einer Schachtel.'
,Und wo ist die Schachtel?'
,In einem Koffer.'

In der nächsten Nacht schmuggelte ich ihn aus dem Lager. Er hätte es dort nicht leicht gehabt. Zum Abschied sagte er zu mir: ,Ich habe ein Jahr Zeit, um Badral aus der Schachtel zu befreien. Bete für mich.'“

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