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Wo liegt Badral? Teil 25 Der Anfall

04.08.2009 ·  Wie soll Fred den libanesischen Grenzbeamten nur klar machen, dass er wirklich Deutscher ist? Deren Fragen werden bohrender, aber da kommt dem Jungen der Zufall zu Hilfe.

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Auf der Reise zu seinem Onkel nach Damaskus wird Freds Gepäck vertauscht. Im fremden Koffer findet der 16-Jährige einen Pass aus dem Land Badral, darin das Bild eines Jungen, der aussieht wie er selbst. Wo aber liegt Badral?

Es war wirklich wie im schlechten Film. Der Schnurrbärtige richtete eine blendende Lampe auf mich und stellte mir einen Haufen merkwürdiger Fragen. Dazwischen telefonierte er lange, um mir dann noch seltsamere Fragen zu stellen. Das Interview dauerte bis in die Nacht. Ich war völlig fertig, der Schurrbärtige aber schien nicht müde zu werden.

Dass ich sehr schmutzig war und blutige Hände hatte, fiel ihm erst gegen drei Uhr morgens auf. Er wollte wissen, was der Grund dafür sei. Ich erklärte es ihm und er lachte: „Ein Tunnel durch den Berg, haha! Das wünscht ihr euch wohl!“
„Wer wir?“
Der Schnurrbärtige sprang auf. „Ihr, ihr ... gottlosen Spione. Am liebsten würdet ihr alles unterkellern, damit ihr euch wie die Kakerlaken überall auf der Welt ausbreiten könnt!“

Ich starrte in das blendende Licht. Na klar, das war die Lösung, die Lösung des ganzen Nah-Ost-Konkfikts! Die Vertikale! Das Prinzip Hochhaus! Man wohnt in verschiedenen Etagen. Die Israelis besipielsweise im Keller, die Palästinenser im Erdgeschoss und drüber meinetwegen die Leute aus Badral. Alle drei Jahre wird getauscht. Und ich mache ein Umzugsunternehmen auf und schleppe Pappkartons.

Der Schnurrbärtige schlug mir ins Gesicht. „He, Aufwachen!“
„Ich möchte mit einem Anwalt sprechen.“
„Hä, hä.“
„Oder mit dem deutschen Botschafter.“
Der Schnurrbärtige lachte noch dreckiger. „Oder gleich mit Allah?“
Auf einmal wurde mir ganz komisch. Nicht übel, auch nicht schwindlig, ich fühlte nur eine Art Zittern im Magen. „Ja, vielleicht“, stammelte ich.

Was dann genau geschah, weiß ich nicht, denn ich verlor das Bewusstsein. Mein Zustand muss jedoch so besorgniserregend gewesen sein, dass man mich von der Polizeistation in ein Krankenhaus verlegte. Dort wurde mir ein epileptischer Anfall diagnostiziert.

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