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Wo liegt Badral? 28 Bei Timo

25.08.2009 ·  Als Fred das Krankenhaus verlassen will, läßt man ihn ohne Widerstand ziehen. Er findet Nassir ad-Dawur - oder den, den er dafür hält. Aber der andere ist misstrauisch.

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Ich musste diesen Timo finden. Er wusste mehr, denn er war der erste Nassir ad-Dawur, der nicht nur Löcher gebuddelt, sondern auch von den Schachteln und dem Koffer gesprochen hatte. Ich wollte einen Arzt sprechen und verlangte von diesem meine sofortige Entlassung. Zu meiner Überraschung hatte er dagegen nichts einzuwenden: „Sie haben ja nichts außer ein bisschen Epilepsie.“

Ich war zufrieden. Epileptiker zu sein kam mir irgendwie grandios vor. Waren nicht Alexander der Große und Dostojewski auch Epileptiker gewesen? Dann bezahlte ich die Krankenhausrechnung mit meiner Kreditkarte und spazierte in die Freiheit.

Sidon liegt am Meer. Es war hier wärmer als in den Bergen. Als Erstes hob ich Geld ab, kaufte mir neue weiße Hemden und ein dunkles Jackett. Dann ging ich in ein Hammam. Danach fühlte ich mich wie ein neuer Mensch, rief ein Taxi und ließ mich zu der Adresse fahren, die mir der Alte gegeben hatte.

Timo hatte ein Appartment in einem Hochhaus direkt am Meer. Ich fuhr mit dem Fahrstuhl in den zehnten Stock und läutete. Timo öffnete sofort. Damit hatte ich nicht gerechnet, und so stammelte ich einige ungeschickte Worte zur Begrüßung. Timo sah mich misstrauisch an, aber immerhin schloss er nicht gleich die Tür vor meiner Nase.

„Du bist Deutscher“, stellte er sofort fest. „Was willst du?“
„Mit Ihnen sprechen“, antwortete ich auf Deutsch. Das entspannte mich. „Ich soll Ihnen schöne Grüße von Abu Hanif bestellen. Ich traf ihn im Krankenhaus.“
„Im Krankenhaus? Was hat er?“
„Keine Ahnung. Er sitzt in einer psychiatrischen Station fest.“ Timo seufzte.
„Er meint, Sie könnten beim Chefarzt ein paar gute Worte für ihn einlegen“, fuhr ich fort.
„Das kann ich gewiss. Bist du deswegen gekommen?“
„Nicht nur. Ich komme wegen Nassir ad-Dawur.“
„Scht“, zischte Timo und zerrte mich in die Wohnung.

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