09.11.2006 · Die SMS-Sprache hält Einzug in die Schulen - zumindest in Neuseeland. Dort können Schüler Shakespeare künftig auch mit „2b or nt 2b“ zitieren, ohne daß das als Fehler gilt. Vorausgesetzt sie wissen, daß es ein „Hamlet“-Zitat ist.
Wer in Neuseeland bei einer Schularbeit künftig ein Klassiker-Zitat von Shakespeare zitiert, darf gerne „2b or nt 2b“ schreiben. Die SMS-Version der berühmten Hamlet-Äußerung „to be or not to be“ - Sein oder nicht sein - wird nicht mehr als Fehler angekreidet, beschloß die Schulbehörde nach Medienberichten von Donnerstag.
Die Schüler seien weiterhin angehalten, korrekt zu schreiben, doch sollten Texte mit derartigen Abkürzungen akzeptiert werden, „wenn das nötige Verständnis eindeutig demonstriert ist“, zitierte die Zeitung „The Press“ aus Christchurch die Behörde. Sie will sich der aus der Handy-Verbreitung entstandenen Sprachentwicklung nicht versperren. Inzwischen vor allem unter jungen Leuten gängige Abkürzungen haben sich in allen Sprachen entwickelt, um das Schreiben von Textnachrichten auf einer Handy-Tastatur zu erleichtern.
Entscheidung umstritten
Unter Lehrern ist die Entscheidung in Neuseeland umstritten. Viele fürchten um die englische Sprache. Lehrer Denis Pyatt aus Christchurch meinte, er lehre seine Schüler zwar korrektes Schreiben. „Aber die SMS-Sprache ist seit langem eine der aufregendsten Sprachentwicklungen.“
Macbeth anschliessend:
Markus Bitter (M.Bitter)
- 09.11.2006, 19:24 Uhr