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Jugend forscht : Puste-Spiele

  • -Aktualisiert am

Selbst mal Windmaschine spielen Bild: Charlotte Wagner

Naturgesetze sind kompliziert, glauben viele. Doch man kann sie mit einfachen Mitteln veranschaulichen. Und eine Menge dabei lernen. Zum Beispiel mit unseren Puste-Spielen.

          Wenn der Wind weht, spüren wir seine Kraft: immer in der Wind-Richtung. So treibt er Windmühlen an und große Windkraftanlagen zur Erzeugung von Elektrizität. Was wir nicht so deutlich spüren: Es treten immer auch Kräfte quer zu seiner Richtung auf, und zwar um so größere, je stärker es weht. Dies können wir mit zwei Puste-Spielen zeigen.

          Für unseren ersten Versuch benötigen wir sechs Eierbecher, am besten aus Kunststoff, obwohl es natürlich auch solche aus Porzellan tun. Wir kleben sie im Dreieck (wie in der Zeichnung) auf ein Stück Pappe. In den vordersten Becher legen wir einen Tischtennisball. Wenn wir über diesen horizontal hinweg blasen, hebt er sich wie von Geisterhand gezogen aus dem Becher heraus, um dann in den nächsten zu fallen. So können wir den Ball durch Blasen von einem Becher zum nächsten hüpfen lassen.

          Wir lernen: Vorsicht im Zug!

          Für unseren zweiten Versuch basteln wir aus drei Stecknadeln, die wir in ein Holzstück stecken, einen Untersatz für eine Münze. Das darauf gelegte Geldstück soll durch Pusten von der Seite her von seiner Unterlage fortgeblasen werden. Dies gelingt nicht, die Münze bleibt fest auf ihrer Unterlage liegen, wie sehr wir uns auch mühen.

          Bei diesem Versuch hilft alle Puste nichts
          Bei diesem Versuch hilft alle Puste nichts : Bild: Charlotte Wagner

          Beide Male tritt beim Blasen eine Kraft quer zur Windrichtung auf, die einmal den Tischtennisball anhebt, im zweiten Fall aber das Geldstück fest auf die Unterlage presst, da wir ja unterhalb der Münze längs blasen. Ein Sturmwind kann auf diese Weise sogar ganze Hausdächer abdecken. Bei schnell fahrenden Eisenbahnzügen können daher auch keine Fenster geöffnet werden, da sonst durch den entstehenden Sog beispielsweise Gepäckstücke und anderes aus dem Zug herausgesaugt werden könnten.

          Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

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