Premiere beim härtesten und längsten Hundeschlitten-Wettkampf der Welt: Der diesjährige Gewinner des Iditarod-Rennens in Alaska ist der jüngste aller Zeiten. Mit 25 Jahren fuhr der Amerikaner Dallas Seavey aus Alaska den Sieg ein. Nach Angaben der Veranstalter ging der Hundeführer (Musher) am Dienstagabend mit seinen Hunden in der Ortschaft Nome durchs Ziel. Eine Kölnerin und ein Bayer schieden vorzeitig aus.
Seavey Jr. brauchte für die rund 1800 Kilometer lange Strecke durch den eisigen Norden Alaskas neun Tage, vier Stunden und 29 Minuten. Der Streckenrekord in der 40-jährigen Renngeschichte liegt bei acht Tagen, 18 Stunden und 46 Minuten. Im Jahr 2004 hatte sein Vater das Rennen gewonnen.
Bei Seaveys Zieleinlauf waren noch 54 Mitstreiter unterwegs, darunter an 19. Stelle der gebürtige Schweizer Martin Buser, der 2002 als Sieger durchs Ziel gegangen war.
66 Schlittenführer im Alter von 25 bis 74 Jahren waren Anfang März mit ihren Hunden in Anchorage an den Start gegangen. Elf Teilnehmer schieden im Verlauf des harten Rennens aus, darunter die gebürtige Kölnerin Silvia Furtwängler. Die Extremsportlerin lebt seit 2008 in Norwegen. Auch der in Kanada lebende gebürtige Bayer Gerry Willomitzer hatte vorzeitig aufgegeben.
Das Rennen findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition im Jahr 1925 statt, bei der Impfstoff nach Nome gebracht wurde, um einen Diphtherie-Ausbruch zu stoppen. Den Namen Iditarod verdankt das Rennen einem alten Pfad, der Goldgräber- und Hafen-Orte im hohen Norden Alaskas verband.
iditarod-rennen in alaska
brigitte beller (doghandler)
- 15.03.2012, 00:56 Uhr