24.12.2012 · An der Krippe steht er im Hintergrund, zu Wort kommt er nie. Wer also ist dieser Josef? Eine Spurensuche in sieben Kapiteln.
Von Julia SchaafRichtlinien für Lesermeinungen
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Marias Mann, das ubekannte Wesen.
"Als seine Mutter Maria mit Josef verlobt war, fand es sich, ehe
sie miteinander lebten, daß sie empfangen hatte vom Heiligen
Geist. Da aber Josef, ihr Mann, gerecht war und sie nicht bloß=
stellen wollte, gedachte er, sie im Stillen zu entlassen." (Mt 1,18f)
Um die Gerechtigkeit des Josef korrekt wert-schätzen zu
können, muß man wissen, daß im Judentum Brautleute den
Eheleuten rechtlich gleichgestellt waren - mit dem "feinen
Unterschied", daß sie sich vor der Hochzeit nicht
"erkennen" = miteinander verkehren durften.
Das Erschrecken Mariens vor Gabriel und Josefs Entschluß, Maria
nicht bloßzustellen, sondern
im Stillen zu entlassen, haben mit folgendem Text zu tun:
"Ist eine Jungfrau mit einem Manne verlobt und trifft mit ihr ein
anderer Mann innerhalb der
Stadt zusammen und wohnt ihr bei, so sollt ihr die beiden zum Tore der
betreffenden Stadt
hinausführen und sie zu Tode steinigen..." (Dt 22,23-27) Maria
kam mit dem Leben davon -
dank Josefs Scheidebrief ... < Das macht Josef groß!
2. Vatikanisches Konzil nicht überstanden
Die farbigen Glasfenster in der St. Josef Kirche in Berlin
Weißensee sind nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eingesetzt
worden.
In den Jahren von 1956 bis 1963 war es für mich immer eine Freude
zu erleben, wenn die Nachmittagssonne durch die farbigen Fenster fiel.
Die Kirche erstrahlte dann in buntem Licht - zum Beispiel während
der Ministrantenübungen. Besonders erinnere ich mich an das
prächtige Farbenspiel von rot und blau.
Erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil 1962 wurden die
Buntglasfenster bis auf eines entfernt.
"Das zentrale Fenster über der Apsis, das einen braungelockten
Josef mit Lilie zeigt," hat also als einziges sowohl den Zweiten
Weltkrieg als auch das Zweite Vatikanische Konzil 1962 überstanden.
Entfernt wurden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch ein
mehrteiliges farbiges Bild über dem Hochaltar und weiterer
Kirchenschmuck. Ein Stück Kindheit ging verloren.
Der Josef spielt eine gewisse Rolle
Dieses Märchen ist zweitausend Jahre alt.Über Geschenisse,die nicht von Historikern jener Zeit rightig dokumentiert worden sind,lässt sich weniges glaubhaft sagen.Aber er spielt eine Rolle:die des gehörsamen Mannes,der sich dem Willen des allmächtigen Gottes beugt und sein Schicksal akzeptiert.Deswegen ist er von der Mythologie zum Schweigen gebracht worden:ein gehörsamer Mann darf keine Meinung äußern.Dies dient ganz gewiss den Herrschern aller Zeiten,auch den Haubsburgs.Er ist auch die Verkörperung des fürsorglichen Vaters,der der den Sohn und die Familie(ganz gewiss muss diese größer gewesen sein,weil Frauen zu jenen Zeiten eine Truppe Kinder gebaren)schützt.Ein asexueller Vater übrigens,ganz im Sinne der anti-Antike neuen Frommigkeit des Christentums zu damaligen Zeiten.Vergessen wir nicht die Abergläubigkeit,die das Leben der Menschen jener Zeit bestimmte.Mich wundert,diese Mythologie spielt eine Rolle zu diesen Zeiten des Handys,Raubkapitalismus,TV,Elefantensafaris und P-Internet
Textkritisch=frei interpretierbar?
Lesen Sie Lukas 1:1-4
Die Schreiber der Evangelien haben sich mehr Mühe gegeben genau zu
berichten als mancher moderne Journalist/in.
Natürlich lese ich textkritisch,aber ich hüte mich die Bibel
zu frei zu interpretieren .
Jesus,Gottes Sohn ist wirklich geboren ! Er ist unser Erlöser ,
auferstanden und er lebt !
Josef millionenfach in Deutschland
Mann - Vater - Opfer.
KÖNNTE man nur diese Interpretationen abschaffen
Es steht KEIN WORT in der Bibel das Josef "im hieratsfähigen
Alter" "18-20 Jahre alt war!"
Und: Soll das bedeuten das man davor / danach nicht im
heiratsfähigen Alter sein könnte?
Was doch je nach Zeit und Kultur sehr unterschiedlich gesehen werden kann.
Es steht auch KEIN WORT in der Bibel das Maria "untreu" oder
sonstwas war oder gemacht hat.Ich verstehe diese ganzen sinnlosen
RÄTSELraten nicht.-
Es handelt sich doch um LEGENDEN und dieses OFFENE der LEGENDEN sind
doch das SCHÖNE so kann sich in dieser RELIGIONSGEMEINSCHAT JEDER
SEINEN JOSEF vorstellen.
Oder SEINE MARIA.
WAS WIR WSSEN ist - dieses Wissen kommt aus INDIEN - das ein ENGEL im TRAUM
ein ARCHETYPISCHES TRAUMSYMBOL ist in dem der Träumer darauf
hingewiesen wird
"weg gelobt zu werden aus der bisherigen Umgebung"!
"Josef machte sich auch au f mit Maria seinem vertrauten Weibe
..."zur Volkszählung.
Ich denke auch die Bibel hat ein Recht auf geistiges
Eigentum/Unversehrtheit was eine
Pflicht dar stellen sollte für alles
.... war Joseph schwul ? Gab es vor 2000 Jahren die erste künstliche Befruchtung ?
Es könnte durchaus sein und würde vieles erklären, wenn
Joseph Maria nur geheiratet hat,
weil er als schwuler Mann für seine Umwelt als normal gelten
wollte. War ja bei uns bis vor kurzer Zeit durchaus keine Seltenheit.
Es gab damals noch keine katholische Kirche, wo homosexuelle
Männer, geschützt durch den
Zölibat, gesellschaftlich anerkannt leben dürfen.
Nach "neuzeitlicher Definition"
geht es hier doch wohl eher um das andere Elter oder Elter 2 eines Lebewesens namens Jesus.
Josef ist doch kein Unbekannter - über ihn wird doch berichtet.
Weil von ihm kein Satz überliefert ist?
Von Maria doch auch weiter nichts.
Das ist Sache des Erzählers.
Aber: Sprechen denn Männer Heute?
In Sachen Familien-Nachbarschaftsstreit?
Mietwohnung? Notunterkunft/Urlaubsdomizil? oder schicken sie da nicht
auch lieber die Frau vor - gehen aber ...eventuell noch mit ...
Wer steht denn heute in den Innenstädten und bettelt?? Männer?
Auch ..
aber mehr Frauen mit ihren Babies ..
offenbar ist immer noch nicht allgemein bekannt, dass das neue testament mit den uns genehmigten 4 evangelien erst im 4. jahrhundert n.chr. kanonisiert wurde; es gab etliche andere, die sog. apokryphen evangelien, die der kirche nicht genehm waren. da kann man lesen, dass maria eine tempeljungfrau der sakralen prostitution, eine hierodule, war; sie wurde schwanger und man suchte einen mann für sie. das kam damals sehr oft vor. es gab etliche bewerber und die hohenpriester gaben jedem einen trockenen zweig; wessen zweig am anderen tag blüten trieb, der bekam sie. es war josef. viele josefsdarstellungen zeigen ihn mit dem blühenden zweig. katholiken hören das nicht gerne.
Da kriegt Joseph von so einem Weib ein Kind angehängt und wehrt
sich nicht.
Und die AutorIN will uns weismachen, dass er gerade deshalb toll gewesen
ist.
Also Jungs: Wenn eure Freundin schwanger wird während ihr auf
Montage wart und euch erzählt, dass es der Heilige Geist war, immer
schön bezahlen und nachts aufstehen zum Fläschchen geben. Das
ist dann wohl moralisch vorbildlich und rundum gut.
Wenn der Jesus doch so einen tollen Papa hatte, dann hätte der sich
doch um seinen Sohn kümmern können, und nicht bloß um
seine Vögel (Seht die Vögel unter dem Himmel an, sie säen
nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen; und euer
himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr
wert als sie? (Mt 6, 26)).
Vielleicht hat unsere Familienministerin ja doch recht: Ein Gott, der
Männer so behandelt, kann kein männlicher Gott sein.
Diese Gott ist eine finsterere Feministin!
Der Erzengel Gabriel ist Josef im Traum erschienen und hat erklärt,
seine Frau Maria sei von Gott schwanger. Diesem Schicksal ist Josef
willig gefolgt; ob er auch gläubig war, wird nicht klar. Dafür
wird zu wenig über Josef berichtet.
Ich denke: Josef hat nach diesem Traum mit seiner Frau eine Ehe
geführt, die wir heute als Onkel- und vormals - als Josefsehe
bezeichnen / bezeichnet haben. Jedenfalls war Josef offen für das
Übernatürliche und Träume gehörten damals dazu.
Diese Tatsache kennen wir aus dem 19. Jahrhundert, als der Gründer
der Mormonen eine Vision hatte, in der ihm nicht der Erzengel Gabriel,
aber Gott persönlich erschien.
Wenn Sie schon nichts glauben, dann würden Sie besser schweigen! Ihre zusammen gebastelte Geschichte entbehrt jeglicher seriöser Grundlage. Auch die für den Abdruck dieses Elaborats zuständige Redaktion muss sich im Klaren sein, dass sie eines - vielleicht nicht allzu fernen Tages - Rechenschaft ablegen muss. Dann möchte ich lieber nicht in Ihren Schuhen stecken. Und noch ein Rat: Lesen Sie mal ernsthaft die Bibel und wenn Sie den Inhalt nicht kapieren, machen Sie sich dort schlau, wo man die authentischsten Aussagen bekommt: Zum Beispiel im Katechismus der katholischen Kirche - oder sonst fragen Sie einen echt katholischen Priester.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 20:27 UhrDa kann "Mann"
nur sagen: Oh euer Gott. Der muss ein ganz schöner Filou gewesen sein.
Marias Mann - Josef "das unbekannte Wesen"!
ist zunächst mal so unbekannt nicht - als "Josef mit seinem
vertrauten Weibe"!
dem je nach Überlieferung ebenfalls ein Engl im Traum erschienen
ist -
wie schon ihren Verwandten - der "alte Mann" Zacharias und
"seiner betagten Frau"
Der Engel Gabriel - der ihnen die "frohe Botschaft"
übermittelte das sie schwanger würde.
Was zu Unglauben seitens Zacharias führte - worauf hin er bestrat
wurde - und verstummte.
Von Josef wissen wir nichts weiter ..
das ist aber auch nicht erforderlich!
In der damaligen Zeit wurde gespottet - wie auch Heute und dazwischen ..
Es wird rationalisiert - er wird frech erfunden - umgedichtet ..
Und damit wird alles sehr eingeengt - sehr auf den kleinsten Nenner
gebracht -
Hier geht es aber um die LIEBE und die WEITE um die GRÖSSE um das UNFASSBARE..
eben um das WUNDER
was uns verstummen lassen soll - damit wir mit dem Herzen hören können.
Es geht um die FREUDE. Es wurde uns verkündet - es könnte sich
etwas ändern auf der Welt.
Josef schwieg vorsichtshalber ..
@Eva-Maria Neugebuer: Erzengel Gabriel-Geschichten allüberall
"Der Engel Gabriel - der ihnen die "frohe Botschaft"
übermittelte das sie schwanger würde."
Warum nur schreiben Sie solch naiv-gläubigen Sätze und
stützen ihr Gedankengebäude damit?
Wissen Sie beispielsweise nicht, dass ebendieser Erzengel Gabriel dem
Mohammed die Koranverse ins Ohr geflüstert haben soll, die für
viele heutzutage in der Auswirkung nicht gerade eine "frohe
Botschaft" bedeuten.
Was schließen Sie persönlich aus dieser Gabriel-Geschichte?
der Hohe Priester Zacharias, von dessen Haus Maria schwanger nach
Nazareth zurückkehrte.
Näheres auf Scribd bei feliksch und Young Oon Kim
...zu einem tollen Thema. Dankeschön!
und geschmackloser geht's nicht mehr. Fehlt nur noch ein von der Zeitung
gesponserter Charikaturenwettbewerb zum Thema Weihnachten.
Noch nicht einmal an den hohen christlichen Festttagen können sich
gewisse Leute zurückhalten! Ein echter Beweis von Takt und
Toleranz, die diese Leute sonst immer gleich einfordern.
Michael Bothe
Worum geht´s jetzt eigentlich?
Was genau stört Sie jetzt eigentlich? Könnten Sie mal etwas konkreter werden, als nur vage über Geschmacklosigkeit und Intoleranz zu reden?
Sowohl Maria als auch Joseph waren aus dem Stamm Judä und direkte Nachkommen des Königs David.Hätten nicht die Römer den Vasall Herodes zum König gemacht,hätte Joseph rechtmässiger König in Israel sein können.Deshalb ist auch "sein Sohn" Jesus beim Einzug in Jerusalem am Palmsonntag mit "Hosianna Davids Sohn" frenetisch empfangen worden und die Römer haben ihn als König der Juden hingerichtet(INRI)
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 18:49 UhrWas die Bibel über die Herkunft Marias sagt, ...
gar nichts! Die Herkunft aus dem Hause Davids wird ausschließlich
für den heiligen Josef dargestellt. Der frenetische Empfang in
Jerusalem galt keineswegs dem Sohn eines unbekannten Zimmermanns (auch
wenn dieser Zimmermann noch so sehr von David stammte), sondern dem
Wunderheiler und machtvollen Prediger.
Jesus wurde zwar von Römern hingerichtet, aber nur, weil Juden
Pilatus dazu erpreßten (wenn du ihn freiläßt, bist du
kein Freund des Kaisers - mit anderen Worten: wenn du ihn
freiläßt, denunzieren wir dich als Freund des Sejanus, und du
weißt ja, daß Kaiser Tiberius gerade die Freunde -auch die
vermeintlichen Freunde- des Sejanus gnadenlos jagt und umbringen läßt).
@Hans-Joachim Egly: Nachträglich passend geschrieben, mehr nicht
Da der prophezeite Messias des Alten Testamentes in Bethlehem geboren
sein und aus dem Hause Davids stammen sollte, wurde die
Geburtsgeschichte Jesus, der von seinen späteren Anhängern als
dieser Messias angesehen wurde, ebenso frei erfunden wie die beiden in
den Evangelien überlieferten Stammbäume Jesu, die sich in
allen Namen unterscheiden und auf Josef enden, der der
Überlieferung nach ja gar nicht der leibliche Vater Jesu war.
Ja, man sollte die Bibel lesen, aber bitte textkritisch.
Josef war Jesus' leiblicher Vater
Der leibliche Vater ist Josef. Die analphabetischen, primitiven Menschen damals haben sich das Phänomen Jesus Christus, der u.a. am dritten Tag seinen Körper materialisieren konnte (was heutige Theologen mit ihrer materialistischen Einstellung und historisch-kritischen Methode nicht anerkennen können) , ja nicht anders erklären können, als das der allmächtige Gott auch sein leiblicher Vater sei. Dass der Geist, das Wissen des Jesus von Nazareth "nicht von dieser Welt" war, dass er seinen Zeitgenossen und uns in seiner Liebe und Erkenntnis weit voraus war, steht auf einem anderen Tapet (Essener bedurfte es hierzu auch nicht). Ein unbekannter dänischer Autor geht was diese Fragen angeht in's Detail: Martinus Thomsen, genannt Martinus, 1890-1981.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 18:52 UhrJesus ist Gott!
Der leibliche Sohn von Josef und Maria hätte niemals die Wunder vollbringen, Tote auferwecken und selbst von den Toten auferstehen können. Das konnte nur Gott. Jesus stammt von Gott Vater und nur von diesem, ist mit ihm eines Wesens und daher auch in seiner menschlichen Natur Gott.
Julia Schaaf Jahrgang 1971, freie Autorin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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