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Japan Obama hängt sich an Barack Obama

 ·  Die Nachrichten vom Siegeszug Barack Obamas bei den amerikanischen Vorwahlen stoßen in einer kleinen Stadt an der verschneiten Westküste Japans auf großes Interesse.

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Die Nachrichten vom Siegeszug Barack Obamas bei den amerikanischen Vorwahlen stoßen in einer kleinen Stadt an der verschneiten Westküste Japans auf großes Interesse. Findige Geschäftsleute und auch die Stadtverwaltung erhoffen sich von einem Präsidenten Obama einen Schub für den Tourismus in ihrem Ort, dessen 32.000 Bewohner überwiegend vom Fischfang und der Produktion von Lackwaren leben.

Mit dem demokratischen Politiker hat die Stadt indes nicht mehr gemein als den Namen: Obama. Im Japanischen sind dies zwei Zeichen, die wörtlich übersetzt „kleine Küste“ bedeuten. Mit Beginn der Vorwahlen in den Vereinigten Staaten hat sich in Obama eine Unterstützergruppe gebildet, an deren Spitze ein Hotelmanager steht. Eilig gedruckte Poster zeigen eine Karikatur des Politikers und den Spruch „Ich liebe Obama“. Auch süßer Bohnenkuchen mit dem Porträt des Politikers ist im Angebot. Der Bürgermeister hat schon angekündigt, Obama eine der traditionellen handgroßen Glückspuppen mit der Aufschrift „Victory“ zu schicken.

Obama ist in dem Ort nie gewesen

Amerikanische und japanische Medien haben die bizarre Geschichte nun für sich entdeckt. Mit Begeisterung und leichtem Erstaunen zitierten sie den Hotelmanager Seiji Fujiwara. Er schwärme für den Wandel, den Obama, der Politiker, verspreche und der auch in Japan vonnöten sei. Obama ist in Japan kein seltener Name, auch andere Orte und Personen tragen ihn. Kein anderer Ort aber hat die Namensgleichheit bislang dazu genutzt, Tourismuswerbung zu betreiben.

Der amerikanische Politiker Obama ist in dem Ort nie gewesen. Die Geschäftsleute dort aber hoffen, dass er womöglich als gewählter Präsident bei einem Besuch Japans auch bei ihnen vorbeischaut - und ihr Ort in der ganzen Welt bekannt wird.

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Jahrgang 1965, Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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