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Jagdverbot oder Abschuss? Nashörner

05.06.2007 ·  Nashörner erregen wie Elefanten viel Aufsehen. Bei den zwei Nashornarten in Afrika und drei weiteren Arten in Asien vertritt der WWF eine verblüffende Position. Das Geld aus dem Verkauf von Abschussgenehmigungen könnte den Tieren mehr helfen als ein Jagdverbot.

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Auch sie erregen viel Aufsehen. Bei den zwei Nashornarten in Afrika und drei weiteren Arten in Asien vertritt der WWF eine verblüffende Position. Bisher dürfen in Südafrika und Namibia jedes Jahr jeweils fünf Spitzmaul-Nashörner von Trophäenjägern geschossen werden. Kenia will diese Praxis jetzt unterbinden, der WWF hält dagegen: Schließlich haben sich gerade in diesen beiden Ländern die Nashornbestände nachweislich gut erholt.

Fünf getötete Tiere ihm Jahr gefährden dort den Bestand nicht. Als 2005 und 2006 in Südafrika insgesamt sechs Nashörner erlegt wurden, brachte jede einzelne Abschussgenehmigung im Durchschnitt 145.000 amerikanische Dollar in die Kassen. Zum großen Teil wurden sie für den Nashornschutz verwendet.

Nur noch vier afrikanische Breitmaulnashörner?

Der WWF vermutet, dass man mit diesem Geld mehr für die Nashörner erreicht als mit dem Verbot der Trophäenjagd auf zehn Nashörner im Jahr. Manche andere Nashornart benötigt Hilfe dringender denn je: So gibt es vom nördlichen Breitmaulnashorn in Afrika vermutlich nur noch vier Tiere, vom Java-Nashorn leben in Indonesien noch vierzig oder fünfzig Exemplare.

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