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Montag, 13. Februar 2012
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Italien Härtere Strafen für „Motorino“-Sünder

22.07.2005 ·  Die Straßenpolizei von Neapel will ab sofort härter gegen „Motorino“-Sünder vorgehen: Rollerfahrer ohne Helm und mit unzulässigem zweiten Passagier sollen aus dem Verkehr gezogen werden. Auch Handtaschendiebe will man damit in Schach halten.

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Italien will demnächst noch härter gegen das Motorrad- Fahren ohne Helm vorgehen: Nach einem vom Senat verabschiedeten neuen Regel-Entwurf darf das Zweirad von der Polizei eingezogen und beschlagnahmt werden, wenn ein Fahrer „oben ohne“ oder mit einem unzulässigen zweiten Passagier ertappt wird.

Auf den kleinen 50er-Maschinen etwa ist nur ein Passagier erlaubt. Bisher stand auf helmloses Motorino-Fahren lediglich eine Geldbuße von mindestens 68 Euro. „Wenn Aspirin nicht ausreicht, dann muß man halt mit dem Skalpell ran“, meinte der Chef der neapolitanischen Straßenpolizei, Carlo Schettini.

Zehn Millionen Motorroller

Mit den Regeln will Italien vor allem auch gegen die Kleinkriminalität vorgehen: In Neapel mußten bereits Teile des Zentrum für Motorinos gesperrt werden, weil die Polizei die motorisierten Handtaschendiebe nicht unter Kontrolle bekam. Für einen einzelnen Dieb ohne Beifahrer ist der Klau hingegen schwierig.

Überhaupt ist Neapel die Stadt mit den meisten Verkehrssündern im Land: Im vergangenen Jahr erteilte die Polizei 125.000 Bußgelder an Zweiradfahrer. Von 100 vorbeirauschenden Motorrollern verstoßen in der kampanischen Metropole im Durchschnitt 90 gegen eine Verkehrsregel, errechnete die Zeitung „La Repubblica“ an diesem Freitag. Insgesamt sind auf Italiens Straßen zehn Millionen Motorroller unterwegs, davon sechs Millionen kleine 50er-Maschinen und vier Millionen PS-stärkere Scooter und Motorräder, die Beifahrer mitnehmen dürfen.

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