http://www.faz.net/-gum-943b2

Sorge vor Ausbruch : Vulkan auf Island ist erwacht

  • Aktualisiert am

Vulkanausbrüche, wie hier am Bardarbunga 2014, sind in Island keine Seltenheit. Bild: Reuters

Den Namen Öræfajökull kann man sich schon mal merken, denn hier könnte sich Islands nächster großer Vulkanausbruch ereignen. Experten registrieren Frühwarnzeichen.

          Island steht möglicherweise ein weiterer Vulkanausbruch bevor. Geowissenschaftler des Landes haben in diesem Jahr vermehrt seismische Aktivität festgestellt. Besonders in der Gegend um den Öræfajökull seien viele schwächere Erdbeben registriert worden, sagte der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson von der Universität Island am Donnerstag. Es sei zwar nicht vorherzusehen, ob der Vulkan in naher Zukunft ausbreche, man nehme die Sache aber sehr ernst.

          Die Wissenschaftler seien sich einig, dass sie Zeichen für ein „Erwachen“ des Vulkanes registriert hätten, sagte Guðmundsson . Im November seien große Mengen Eiswasser vom Gletscher, der über dem Öræfajökull liege, geflossen. Das bedeute, dass es im Vulkan heißer geworden sei, sagte der Geophysiker. „Wir vermuten, dass Magma in die Wurzeln des Vulkan geflossen ist. Das kann zu einem Ausbruch führen, aber ob in Monaten oder in Jahren – das wissen wir nicht.“

          Regierung will informieren

          Für Montag haben die Behörden Wissenschaftler und Anwohner zu einem Informationsgespräch geladen. Dabei soll die Bevölkerung über die Folgen eines möglichen Ausbruchs informiert werden. Da der Öræfajökull auch bei Touristen beliebt ist, halten sich dort je nach Saison 2000 bis 10.000 Menschen auf. Ein Evakuierungsplan wurde bereits ausgearbeitet.

          Der Öræfajökull ist in den letzten tausend Jahren zweimal ausgebrochen – 1362 und 1727. Im Jahr 2010 führte ein Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island zum Stopp des Flugverkehrs in Nordeuropa.

          Weitere Themen

          Ein Altersheim für Schimpansen

          Auffangstation in Sambia : Ein Altersheim für Schimpansen

          Der Lebensraum der Schimpansen schrumpft, in Sambia lebt kein einziger mehr in der freien Wildbahn. Ausgerechnet dort gibt es eine große Auffangstationen für die gequälten Menschenaffen – dank eines deutschen Geschäftsmannes.

          Topmeldungen

          Es ist die erste Regionalkonferenz, auf der sich Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn den Mitgliedern ihrer Partei präsentieren.

          CDU-Regionalkonferenz : Gezielte Spitzen im Nebel der Nettigkeiten

          Stimmungstest für die potentiellen Merkel-Nachfolger an der CDU-Basis: Merz trifft nur einmal nicht den richtigen Ton, Kramp-Karrenbauer gibt sich bestimmt, Spahn tritt als Erneuerer auf – und jeder setzt ein paar gezielte Spitzen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.