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Internet Wohltätigkeitsauktion bei Ebay

04.02.2005 ·  Verrückte Idee besorgter Eltern: Wer im Internet Tausende Dollar für ein „heiliges“ Käsesandwich bietet, müßte doch auch die Therapie für ihren an einem Hirntumor erkrankten Sohn finanzieren.

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Zuerst versteigerte Familie Dingman-Grover aus der Nähe von Washington ihre Möbel über das Internetauktionshaus Ebay.

Als auch das nicht mehr reichte, um die Kosten für die Behandlung des Hirntumors ihres neun Jahre alten Sohnes David zu decken, erinnerte sich die Mutter an die Ebay-Versteigerung eines alten Butterbrotes, auf dem angeblich das Anlitz der Jungfrau Maria zu sehen war, im vergangenen Jahr.

Auto-Aufkleber für 10.700 Dollar

Wenn Bieter bereit seien, Tausende von Dollar für ein „heiliges“ Käsesandwich zu zahlen, dann müßte auch eine Wohltätigkeitsauktion über Ebay Erfolg haben, dachten sich die Eltern des kranken Kindes. Mit dem Hilfsappell „Frank must die“ warben sie um Spenden für die Behandlung des Jungen, der den Spitznamen „Frank“ trägt. Den Zuschlag und einen Autoaufkleber mit dem Hilfsappell erhielt das Online-Kasino-Unternehmen „Golden Palace“ bei einem Gebot von 10.700 Dollar. „Golden Palace“ hatte damals auch das Käsebrot ersteigert, für 28.000 Dollar.

Außerdem hatte das Unternehmen vor kurzem auf einer Ebay-Auktion für mehr als 4.000 Dollar Werbefläche auf dem Bauch einer schwangeren Amerikanerin ersteigert. Familie Dingman-Grover ist nun allerdings nicht mehr auf das Geld von „Golden Palace“ angewiesen, da Amerikaner, die von dem Hilferuf erfahren hatten, insgesamt 40.000 Dollar für die Behandlung von Frank spendeten. Die Summe, die das Kasino für den Autoaufkleber überwies, spendeten die Eltern einer Stiftung für krebskranke Kinder.

Quelle: gel. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2005, Nr. 30 / Seite 11
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