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Internet Neuer Internet-Wurm unterwegs

02.05.2004 ·  Im Internet breitet sich offenbar ein neuer Computerwurm aus. Der Wurm kann demnach automatisch jeden mit dem Internet verbundenen Computer betreffen und verbreitet sich nicht per E-Mail, ist aber wohl harmlos.

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Im Internet breitet sich offenbar ein neuer Computerwurm aus. Der Wurm namens „Sasser“ habe möglicherweise bereits weltweit Millionen von Rechnern infiziert, sagte der finnische Virus-Experte Mikko Hyppoenen von der Firma F-Secure am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Der Wurm kann demnach automatisch jeden mit dem Internet verbundenen Computer betreffen und verbreitet sich nicht per E-Mail. „Dies ist einer der wenigen Würmer, die sich automatisch verbreiten“, sagte Hyppoenen. „Es genügt, daß ein PC angeschaltet ist.“ Der Wurm sei allerdings aus technischer Sicht harmlos.

Rechner hinter Firewall sicher

Der Wurm führt den Angaben zufolge dazu, daß sich infizierte Computer mehrfach hintereinander automatisch aus- und wieder einschalten. Rechner hinter einer Firewall blieben jedoch von den Auswirkungen verschont, fügte Hyppoenen hinzu. Hinter dem Wurm stünden vermutlich keine kriminellen Absichten und er öffne keine „Hintertüren“ in den betroffenen Betriebssystemen. „Sasser“ könne jedoch möglicherweise noch mehr Computer infizieren als der Virus „Blaster“ im August vergangenen Jahres.

Den Angaben Hyppoenens zufolge wissen Experten noch nicht, wer die jüngste Wurm-Attacke verursachte. Möglicherweise seien es aber „Amateure“ oder jugendliche Hacker gewesen, die „ihre Fähigkeiten zeigen und angeben wollten“. „Sasser“ trat demnach erstmals am Samstag um 02.00 Uhr MESZ im Internet auf und infizierte Rechner, die in den vergangenen 18 Tagen noch nicht das neueste „Patch“, ein Reparaturprogramm, von der Internetseite des amerikanisch Softwarekonzerns Microsoft heruntergeladen haben.

Verbreitungszahl steigt wohl ab Montag

Hyppoenen sagte, die Zahl der infizierten Computer werde sich vermutlich am Montag noch einmal erheblich steigern, wenn zahlreiche Angestellte ihre Laptop-Computer nach dem Wochenende wieder an Firmennetzwerke anschlössen.

Zuletzt hatte sich seit dem 18. Februar der Computerwurm Bagle.B weltweit verbreitet. Zuvor hatte der Internet-Wurm Mydoom Ende Januar seinen Feldzug zur Störung von Computern rund um den Globus Ende Januar angetreten. Nach Einschätzung von Experten entstanden Milliarden-Schäden, kein anderer Virus verursachte je höhere Kosten. Für Hinweise auf die Urheber waren von Computer-Herstellern mehr als eine halben Million US-Dollar Belohnung ausgesetzt worden.

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