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Ig-Nobelpreise „Wenn etwas schiefgehen kann, wird es das tun“

03.10.2003 ·  Bei den Ig-Nobelpreisen des Jahres 2003 wurden Forschungen ausgezeichnet, wie der Beweis von „Murphy's Law“ oder die Erkenntnis, daß die Gehirne Londonder Taxifahrer höher entwickelt sind als die ihrer Mitbürger.

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Viel weniger ernsthaft als bei den „echten“ Nobelpreisen geht es bei der Themenauswahl der Ig-Nobelpreise her. Dort werden „Forschungen, die nicht wiederholt werden können, oder besser nicht wiederholt werden sollten“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2003 ging der Preis in den Ingenieurwissenschaften an John Stapp, Edward Murphy und George Nichols, die 1949 „Murphy's law“ formuliert haben, das Gesetz, daß wo immer etwas schiefgehen kann, es das auch wird. In der Physik erhielten sieben Physiker den Preis für ihre Forschungen darüber, wie viel Kraft aufgewendet werden muß, um Schafe über verschiedene Oberflächen zu ziehen. Die chemische Analyse einer Bronzestatue im japanischen Kanazawa, die keine Tauben anzieht, brachte Ykio Hirose den Preis in Chemie.

Gehirne von Taxifahrern

In der Medizin erhielten britische Wissenschaftler den Preis. Sie hatten entdeckt, daß die Gehirne von Londoner Taxifahrern höher entwickelt sind als die ihrer Mitbürger. In der Psychologie wurde der Preis für die Erkenntnis verliehen, daß Politiker einzigartig simple Persönlichkeiten sind.

Der Wirtschafts-Ig-Nobelpreis ging an Karl Schwärzler und den Staat Liechtenstein für die Möglichkeit, für Hochzeiten und andere Feiern oder Treffen den gesamten Staat zu mieten. Im interdiziplinären Feld ging der Preis an drei schwedische Forscher, die die Eigenart von Hühnern untersuchten, schöne Menschen zu bevorzugen.

Ig-Nobel

Das englische Wort „ignoble“ bedeutet zwar in etwa „niedrig“ oder „schändlich“. Dennoch ist diese Verleihung keine Schande. Jedes Jahr kommen fast alle Geehrten zur Verleihung nach Boston und sie erhalten ihre Preise dort auch von echten Nobelpreisträgern.

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