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Montag, 13. Februar 2012
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Hungrig aber gesund Zweijähriger irrte vier Tage durch den Wald

28.07.2005 ·  Vier Tage lang irrte ein zweijähriger Junge durch einen Wald in Nordhessen. Nun wurde er gefunden: „Hungrig, sehr durstig und müde, aber nicht verstört“, sagte ein Polizeisprecher.

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Ein zweijähriger Junge aus dem nordhessischen Homberg-Hülsa hat möglicherweise vier Tage lang allein im Wald überlebt. Zwei Bundeswehrsoldaten hätten Nabil am Mittwoch in einem Waldstück gefunden, berichtete die Polizei am Donnerstag in Homberg/Efze. Der jemenitische Junge war seit Sonntag verschwunden.

„Der Junge war hungrig, sehr durstig und müde, aber nicht verstört“, berichtete ein Polizeisprecher. Der Fundort liege knapp drei Kilometer vom Spielplatz in Hülsa entfernt, auf dem der Junge zuletzt gesehen worden war. Obwohl es keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen gebe, könne nicht ausgeschlossen werden, daß Nabil nach einer abgebrochenen Entführung ausgesetzt wurde.

Keine Hinweise auf eine Gewalttat

Die Soldaten hatten das Kind auf einem Waldweg in einer Pfütze sitzend gefunden. Der Junge habe sich in einem „relativ guten gesundheitlichen Zustand“ befunden und sei von Ärzten eingehend untersucht worden, erklärte die Polizei. Dabei hätten sich keine Hinweise auf eine Gewalttat ergeben. Nabil wurde in ein Krankenhaus gebracht und sollte noch am Donnerstag mit Hilfe eines Dolmetschers befragt werden. Die Polizei erwartete im Laufe des Tages außerdem einen genauen Untersuchungsbericht der Mediziner.

Den Familienangehörigen des Jungen ist laut Polizeisprecher Reinhard Giesa „ein Stein vom Herzen gefallen“, als ihnen die Nachricht seines Auffindens überbracht wurde. Später habe Nabil seine Tante und seinen Onkel im Krankenhaus „freudig begrüßt“, sagte Giesa. Die Tante hatte ihn am vergangenen Sonntag vermißt gemeldet.

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