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Hund und Herrchen Dirk Niebels verkappter Hermann

26.02.2010 ·  Ein Hund muss aber kein Machtsymbol sein. Das beweist derzeit Entwicklungshilfeminister, Hundenarr und Bob-Geldof-Freund Dirk Niebel (FDP). In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bunte“ spricht er über seinen Golden Retriever Hermann.

Von Marie Katharina Wagner
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Große Staatsmänner haben sich schon immer gern mit Hunden fotografieren lassen. Lange vor Hitler und Blondi entstand ein Bild von Bismarck mit zwei finster in die Kamera blickenden Doggen, es gibt eines von Gerald Ford beim Kraulen seines Golden Retrievers im Oval Office; George W. Bush klemmte sich seinen Terrier gern lässig unter den Arm, Putins Labrador war schon bei Gesprächen mit der Bundeskanzlerin dabei. Als Letzter sorgte der herumtollende portugiesische Wasserhund der Obamas für schöne Bilder. Hunde sind niedlich, flößen aber auch Respekt ein; sind sie gehorsam, betonen sie die Autorität ihrer Besitzer.

Ein Hund muss aber kein Machtsymbol sein. Das beweist derzeit Entwicklungshilfeminister, Hundenarr und Bob-Geldof-Freund Dirk Niebel (FDP). In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Bunte“ spricht er über seinen Golden Retriever Hermann. Dem habe er „eine eigene Homepage geschenkt“ - auf die auch seine offizielle FDP-Seite verweist -, weil „Hermann auch nur ein Mensch ist: Er schläft, er trinkt, er isst. Und manchmal setzt er meine Mütze auf.“ Nein wie goldig!

Wer ist Hund? Wer ist Mensch?

Auf Hermanns Profil bei „www.dogzunited.de”, einem sozialen Netzwerk für kontaktfreudige Hundehalter, ist ein Foto zu sehen, auf dem jemand dem armen Tier die tarnfarbene Kappe aufgesetzt hat, die Niebel bei seiner ersten Reise als Minister in Afrika trug. Auch eine blaue Sonnenbrille klemmt Hermann im Gesicht. Leider fehlt das passende Gegenbild, auf dem Niebel ganz ähnliche Accessoires angelegt hat. Wer weiß da noch, wer Hund, wer Mensch ist? Auch die Hierarchie im Hundehaushalt Niebel scheint ungeklärt. In der Kategorie „Gehorsam“ heißt es jedenfalls: „Vergiss es!“

Dafür war der knuffelige „Berliner Polit-Hund“ (so beschreibt sich Hermann selbst) schon „Hund des Tages“ im Netzwerk. Und am Ende stellt er doch noch gnädig klar, wer sein liebster Spielkamerad ist: „Meist geht Frauchen mit mir spazieren. Aber wenn Herrchen da ist und mit mir joggen geht, dann geht die Post ab. Stolzes Stöckchen-Herumtragen, Wasser-Springen und rumflitzen sind dann angesagt.“ Fragt sich nur, wer die Stöckchen trägt.

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Jahrgang 1981, Redakteurin in der Politik.

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