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Hubble-Weltraum-Teleskop NGST - Die Nachfolge ist schon geplant

14.03.2002 ·  Am Ende des Jahrzehnts wird Hubble außer Dienst gestellt. Die nächste Generation ist bereits in Vorbereitung.

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„Nichts ist für die Ewigkeit“. Das gilt auch im Weltall. Denn trotz allseitiger Begeisterung über das Hubble-Weltraum-Teleskop sind auch die Tage des HST bereits gezählt. Als Universalforschungsgerät konzipiert ist Hubble nicht in der Lage, alle Wünsche der Forscher zu erfüllen - vor allem nicht nach mehr als zehn Jahren im Einsatz.

Die Zukunft ist bereits geplant und trägt den bisher schmucklosen Titel „Next Generation Space Telescope“. Am Ende dieses Jahrzehnts soll es Hubble ablösen. Mit einem acht Meter großen Spiegel wird das Nachfolgeinstrument nicht nur deutlich größer sein als Hubble, sondern auch vornehmlich im langwelligen Infrarotlicht statt im sichtbaren Licht beobachten. Auf diese Weise, so steht zu erwarten, wird das NGST zu einem größeren Experten für die Suche nach den Ursprüngen des Universums als es Hubble mit seiner Ausstattung je sein konnte. Denn in diesem Wellenbereich strahlen frühe Galaxien und junge Sterne so hell wie in keinem anderen Licht.

Zwei Millionen Kilometer weit weg

Durch NGST soll nach dem Willen der Planer aber auch eine wahrhaft neue Dimension in der Himmelsbeobachtung erreicht werden. Denn das künftige Superteleskop soll die Fesseln der erdnahen Umlaufbahn abstreifen und rund zwei Millionen Kilometer weit draußen im All stationiert werden. Das Observationsinstrument würde sich dann mit der Erde direkt um die Sonne drehen. Sichteinschränkungen durch Erde und Mond sowie durch das Stärkefeld unseres Planeten würden dann der Vergangenheit angehören. Das NGST könnte also örtlich und zeitlich uneingeschränkt für Beobachtungen genutzt werden. Denkbar erscheint, dass auf diese Weise tatsächlich auf die allerjüngsten Sterne und Galaxien im Universum „zurückgeblickt“ werden und auch extrasolare Planeten erstmals direkt beobachtet werden.

Größere Dimensionen, geringere Kosten

Keine neuen Dimensionen wollen Nasa und Esa, die auch das künftige Weltraum-Teleskop gemeinsam tragen werden (Esa-Anteil bei etwa 15 Prozent), aber bei den Kosten beschreiten. Im Gegenteil: Das moderne Beobachtungsinstrument soll mit rund 500 Millionen Dollar nur ein Viertel der Kosten Hubbles verursachen. Möglich werden soll dies dadurch, dass der Spiegel des NGST nicht massiv ist, sondern nur wenige Milimeter dünn, so dass er sich computergesteuert erst im All entfalten und in Form gehalten werden soll.

Wann und wie genau sich die hochfliegenden Pläne der Astronomen realisieren lassen, steht wie immer in den Sternen. Sollte es wie geplant zum Ende des Jahrzehnts klappen, sollten die Raumfahrer schon mal Gedanken über einen schönen Namen machen. Hubble verpflichtet.

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