16.07.2004 · Vor zwölf Jahren machte Sharon Stone in „Basic Instinct“ so richtig auf sich aufmerksam. Diese Aufmerksamkeit wach zu halten, ist seither ihre Hauptbeschäftigung. „Basic Instinct 2“ soll dabei helfen.
Aufmerksamkeit erregen; das ist Sharon Stones Hauptbeschäftigung, und sie erledigt sie unbestritten mit Bravour. Für ein Interview zu ihrem neuen Streifen „Catwoman“, das sie dem „Rolling Stone“-Magazin gab, wirbt sie derzeit mit echten Hinguckern. Noch aufregender dürften Fans aber die Nachrichten finden, daß nach langen Streitigkeiten der Weg für eine Fortsetzung des Erotikthrillers „Basic Instinct“ frei zu sein scheint. Vor zwölf Jahren war die Stone damit bekannt geworden - und trotz der Verspätung scheint die immerhin schon Mittvierzigerin fit für die Fortsetzung zu sein.
Möglich werden wird „Basic Instinct 2“ dadurch, daß die Schauspielerin ihre Klage gegen die Produzenten Andy Vajna und Mario Kassar fallen ließ, die ihr eine Folgerolle zugesagt, die Dreharbeiten aber nicht in Gang gebracht hatten. „Wir haben eine prinzipielle Einigung erreicht, sie ist aber noch nicht unterzeichnet worden,“ sagte Sharon Stones Anwalt Bert Fields laut einem Bericht der amerikanischen Zeitschrift „Variety“.
„Basic Instinct“ hatte 1992 die damals 34jährige Stone weltweit bekanntgemacht. Sie spielte die Rolle der bisexuellen Catherine Trammell, die ihre Liebhaber mit dem Eispickel ermordete, und sorgte dabei vor allem mit einer höschenfreien Szene für Aufsehen. Der Film hatte weltweit 400 Millionen Dollar (rund 325 Millionen Euro) eingespielt.
Filmpartner gesucht: Wer traut sich?
Der früheren Klage zufolge sollte Stone für die Fortsetzung mindestens 14 Millionen Dollar (11,3 Millionen Euro) bekommen, außerdem eine Reihe von Vergünstigungen, die von der Wahl ihres Caterers, Pilates-Sportgeräten und bewaffneten Bodyguards bis hin zur Erscheinensweise ihres Konterfeis in Werbemitteln reichte.
Einer der Hauptgründe dafür, daß die Fortsetzung noch nicht gedreht wurde, war angeblich, daß für die männliche Hauptrolle bislang kein geeigneter Schauspieler unter Vertrag genommen werden konnte. Michael Douglas, der 1992 Stones Filmpartner gewesen war, steht für den neuen Film nicht zur Verfügung. Die Produzenten Vajna und Kassar stehen jetzt in Verhandlungen mit der Filmgesellschaft MGM zur Finanzierung des Films.