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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Hohe Kinderlosigkeit in Deutschland einmalig

 ·  In deutschen Haushalten leben laut einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung mittlerweile mehr Ehepaare ohne als mit Kindern zusammen. Ein Drittel der Frauen und Männer eines Jahrgangs blieben zeitlebens kinderlos - eine weltweit einmalige Zahl.

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In deutschen Haushalten leben laut einer Studie mittlerweile mehr Ehepaare ohne Kinder als mit Kindern zusammen. Im europäischen Vergleich gehöre Deutschland zu den Ländern mit der geringsten Haushaltsgröße, dem höchsten Anteil allein Lebender und dem geringsten Anteil an Haushalten mit Kindern, heißt es in dem am Donnerstag erschienenen „Familienreport 2005“ der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung.

Ein Drittel der Frauen und Männer eines Jahrgangs blieben zeitlebens kinderlos. Das sei eine weltweit einmalige Zahl. Trotz des Rückgangs von Ehepaaren mit Kindern würden die meisten Kinder bei ihren verheirateten und zusammenlebenden Eltern aufwachsen (75 Prozent aller Eltern-Kind-Gemeinschaften).

Im Jahr 2050: Jeder dritte Deutsche älter als 65 Jahre?

Insgesamt entschieden sich jedoch immer weniger Menschen für eine Eheschließung. Auch der Kinderwunsch der Deutschen sei deutlich zurückgegangen. Jedes achte in Deutschland geborene Kind habe Eltern mit ausländischer Staatsangehörigkeit. In einigen Großstädten hätten bereits mehr als 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund.

Auf Grund der niedrigen Geburtenrate schrumpfe und altere die Bevölkerung. Im Jahr 2050 wird nach Angaben der Studie jeder dritte Deutsche älter als 65 Jahre sein. Die Zahl der unter 20jährigen sinke von jetzt 21 auf 16 Prozent. Durchschnittlich lebten Senioren in Deutschland bis zu ihrem 80. Lebensjahr in ihren Privathaushalten.

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