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Hitler-Aquarelle unterm Hammer : Des „Führers“ alte Bilder

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Alle Aquarelle wurden von Hitler persönlich signiert. Bild: dpa

Als junger Mann wollte Adolf Hitler ursprünglich Künstler werden und verdiente sein Geld mit dem Abmalen von Postkartenmotiven. Insgesamt fertigte der spätere „Führer“ bis zu 3000 Zeichnungen und Aquarelle an. In Nürnberg werden nun einige davon versteigert.

          Hitlers Kunstwerke kommen unter den Hammer: Mehr als siebzig Jahre nach seinem Tod und dem damit verbundenen Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Nürnberg weitere von Adolf Hitler gemalte Bilder versteigert. Die insgesamt 14 Aquarelle und Zeichnungen, die in der kommenden Woche im Auktionshaus Weidler einen neuen Besitzer finden, sollen zwischen 1000 und 45.000 Euro wert sein, wie Auktionator Herbert Weidler mitteilte.

          Die meisten der Bilder sind mit „A. Hitler“ signiert und laut der zugefügten Jahreszahl zwischen 1904 und 1922 gemalt worden – also in der Zeit, als der spätere Diktator zwischen 15 und 33 Jahre alt gewesen ist. Hitlers Werke tragen weitgehend unspektakuläre Namen wie „Nelkenstrauß“ oder „Nebel in Prag“ und zeigen zumeist Landschaftsaufnahmen, Gebäude oder Blumen.

          2000 bis 3000 Zeichnungen und Aquarelle

          Allerdings sind auch Aktzeichnungen Teil der zu versteigernden Werke, die zumeist aus Haushaltsauflösungen oder Nachlässen stammen. Sie sind dem Auktionshaus von Sammlern oder Nachkommen, die nichts mit den Werken des früheren Diktators zu tun haben wollen, zum Verkauf überlassen worden. Den höchsten Preis soll ein Aquarell von Schloss Neuschwanstein einbringen.

          Die zahlreichen und auch gut erhaltenen Bilder sind kein Zu- und schon lange kein Einzelfall: In seinen jungen Jahren wollte Hitler ursprünglich Künstler werden und verdiente sich in Wien und München mit abgemalten Kopien von Postkartenmotiven eine Weile seinen Lebensunterhalt, in dem er die Werke von seinem damaligen Mitbewohner verkaufen ließ. 2000 bis 3000 Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder soll Hitler angeblich produziert haben, bevor mit dem Ende des Ersten Weltkriegs sein politischer Aufstieg begann.

          Auch die Zeichung „Mädchenportrat“ und das Aquarell „Blumenstillleben“ stammen aus der Feder – oder dem Pinsel – Adolf Hitlers. Bilderstrecke

          In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach Werke von Hitler versteigert, deren Echtheit jedoch fast immer umstritten ist und durch aufwendige Gutachten nachgewiesen werden soll. Zudem kursieren auch unzählige Fälschungen unter vielen Sammlern, immer wieder werden angeblich „echte Hitler“ versteigert.

          Sowohl im In- und Ausland zahlen Sammler für die Werke jedoch regelmäßig hohe Preise. Zuletzt ging im vergangenen November in Nürnberg ein Aquarell für 130.000 Euro an einen Liebhaber. Inwiefern es sich dabei jedoch um wahre Kunstkenner, oder doch um Fans alter Nazi-Reliquien handelt, geht aus den zumeist anonymen Versteigerungen jedoch nicht hervor. Solange keine NS-Symbole wie etwa Hakenkreuze zu sehen sind, dürfen solche Bilder zwar verkauft werden – ob so ein „echter Hitler“ im Wohnzimmer dann beim nächsten Verwandtenbesuch auch tatsächlich anerkennend bestaunt wird, darf zumindest bezweifelt werden.

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