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Hinrichtung in Amerika : Zwei Stunden Todeskampf

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Der hingerichtete Joseph Wood auf einem Foto der Gefängnisverwaltung Bild: Reuters

In den Vereinigten Staaten ist abermals ein Verurteilter grausam hingerichtet worden. Der Mann starb erst nach einem zweistündigen Todeskampf. Seine Verteidiger versuchten währenddessen, die Hinrichtung mit einem Eilantrag zu stoppen.

          Ein verurteilter Doppelmörder ist am Mittwoch im amerikanischen Bundesstaat Arizona hingerichtet worden. Er starb erst nach einem fast zweistündigen Todeskampf qualvoll. Noch etwa eine Stunde nach der Injektion der tödlichen Giftspritze habe der 55 Jahre alte Joseph Wood geschnaubt und nach Luft geschnappt, schrieben seine Verteidiger in einem Eilantrag ans Gericht, um die Hinrichtung zu stoppen. Wood starb erst rund zwei Stunden, nachdem ihm der Gift-Cocktail verabreicht wurde, wie die „Washington Post“ berichtete. Wood war 1991 für die Tötung seiner früheren Freundin und ihres Vaters zum Tode verurteilt worden.

          Erst Ende April war es im Bundesstaat Oklahoma zu einer schweren Panne gekommen, als einem 38 Jahre alten Todeskandidaten beim Spritzen eines Gifts eine Vene geplatzt war. Er verzerrte das Gesicht, wälzte sich umher und schnappte nach Luft, statt bewusstlos zu werden. Erst 43 Minuten später setzte nach einem Herzinfarkt der Tod ein.

          Die für Mittwochmorgen (Ortszeit) geplante Hinrichtung war erst ausgesetzt worden. Das oberste Gericht im Südstaat Arizona machte die Entscheidung dann aber rückgängig. Woods Verteidiger hatten argumentiert, dass der Verurteilte mehr Informationen über seine bevorstehende Exekution benötige, darunter Details über die eingesetzten tödlichen Substanzen. Der in Arizona verwendete Mix aus dem Schmerzmittel Hydromorphon und dem Medikament Midazolam, mit dem Patienten vor Operationen beruhigt werden, war in den Vereinigten Staaten erstmals im Januar eingesetzt worden.

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