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Herzblatt-Geschichten : Vorne kleiner schläft es sich besser

Mats und Cathy: Neben gemeinsamen Shootings gönnen sich die beiden auch mal gerne einen Schneemann. Bild: Jödpa

Die kalte Winterzeit überbrücken die Promis auf ihre eigene Art und Weise. Während Mats Hummels für seine Cathy süße Schneemänner bastelt, gönnen sich Sophia Thomalla und Olivia Jones kleine Operationen für den Rücken. Am wohlsten fühlt sich da der Hund von Guido Maria Kretschmer.

          Unsere Lieblingsworte der Woche lauten: poetische Erzählweise. „Bei welchem Kinofilm kann man am besten knutschen?“, will Bunte von Prominenten wissen, und Schauspieler Thure Riefenstein nennt ein Werk von Wim Wenders: „Sein Film ,The Million Dollar Hotel‘ hat eine sehr poetische Erzählweise, es dauert, bis was passiert. Da haben wir die Zeit überbrückt.“ Und also ordentlich herumgeschlabbert, während Wenders poetisch vor sich hin erzählte. Anstelle des Verleihs würden wir das ja als Werbung nutzen und die DVD mit dem Hinweis versehen: „Poetisch erzählt. Viel Zeit zum Knutschen.“

          Jörg Thomann

          Redakteur im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Pure Poesie ist es auch, wenn Bunte schildert, wie sich Fußballer Mats Hummels die Zeit vertreibt, während er auf seine mit einem Fotoshooting beschäftigte Gattin wartet: Im Schlosspark baut er „einen großen Schneemann für seine Cathy“. Dabei „wälzt er nicht nur drei große Kugeln aufeinander, sondern verziert den eisigen Ersatzmann auch noch liebevoll mit einem hübschen Gesicht. Cathy und ihre Schwester Vanessa Fischer, 26, beobachten ihn gerührt aus einem Schlossfenster – der weibliche Teil des Bunte-Teams schmilzt sowieso seufzend dahin...“ Ehrlich, darauf also stehen Frauen: dass man ihnen Schneemänner baut? Wobei längst nicht ausgemacht ist, ob Hummels das Ding nicht einfach für sich selbst gebaut hat. Und ob er Cathy, als sie rauskam, nicht mit Schneebällen beworfen und eingeseift hat, so ganz romantisch.

          Kleinere Kugeln... nein. Ebenfalls dahingeschmolzen sind... nein, auch nicht. Wir kriegen keinen akzeptablen Übergang hin zur Nachricht, die den Boulevard in dieser Woche besonders bewegt hat. Bild formuliert es so: „Sophia Thomalla – Busen kleiner wegen Rücken“. Bunte sinniert: „Ein kleiner Schnitt für die Menschheit, ein großer Schritt für Sophia Thomalla, 27. In einer Medienwelt, in der bloße B-Körbchen als Erfolgsbremse und Einzigartigkeit ohne Push-up schwer vorstellbar scheinen, hat die Schauspielerin jetzt etwas beinah Ungehöriges getan: Sie hat sich ihre Brüste verkleinern lassen!“ Thomalla selbst erklärt der Bild-Zeitung: „Ich mache viel Sport, und da taten öfters mal Brust- und Rückenwirbel weh. Und vorne kleiner schläft es sich auch besser.“

          Dramatische Operationen

          Keine Ruhe lässt die Sache In, die daraus eine Titelstory macht: „Exklusiv – Drama um Sophia – Was wirklich hinter ihrer Brust-Verkleinerung steckt – In kennt die Hintergründe“. Es sind dann aber die gleichen, längst bekannten. Dafür hat In den „Medienexperten Jo Groebel“ konsultiert, um zu klären, ob ihr nun ein Karriereknick drohe: „Zwischen der Größe der Oberweite und der Berichterstattung gibt es keinen Zusammenhang. Es sind eher ihre Posen, ihre Freizügigkeit, manchmal ihre kontroversen Aussagen, die Aufmerksamkeit schaffen. Insofern wird sich nichts ändern“, expertiert Groebel. Sehr poetisch erzählt, Professor. Knutschen, jemand?

          Lieber Bein ab als arm dran: Olivia Jones lässt sich für einen gesunden Rücken operieren.
          Lieber Bein ab als arm dran: Olivia Jones lässt sich für einen gesunden Rücken operieren. : Bild: dpa

          Einer OP, die weniger Aufsehen erregte, hat sich Olivia Jones, „die Hamburger Kult-Transe“ (Frau im Spiegel), unterzogen: Sie ließ sich – ebenfalls wegen Rückenschmerzen – ihre Beine um sechs Zentimeter verkürzen und misst nur noch 1,95 Meter. „Die entfernten Knochenstücke bekommen einen Platz in einer Vitrine in ,Olivias Show Club‘ auf St.Pauli“, lesen wir und raten, sie gut bewachen zu lassen. Sonst nimmt sie noch jemand mit, der gern sechs Zentimeter größer wäre.

          Wie man kleine Geschichten operativ vergrößert, demonstriert Neue Post mit der Titelstory: „Beweisfotos aufgetaucht! Franz Beckenbauer – Sein geheimes Doppelleben – Alle Hintergründe zu seiner neuen Liebe“. Wer ins Heft schaut, erfährt: Beckenbauers neue Liebe ist der Wein, denn er ist (ungeheim) Mitbesitzer eines Weinguts in Südafrika geworden. Neue Post zeigt Bilder der Weinberge; selten so idyllische Beweisfotos gesehen.

          Reinkarnationsexperten für Jutta Speidel

          Schon lange mit seiner Gattin an der Côte d’Azur lebt Hans-Jürgen Bäumler, der beruflich kürzertreten will und dem Echo der Frau sagt: „Ich will nicht mehr so lang weg von zu ause sein.“ Zu „ause“, Echo der Frau? Spricht Bäumler schon mit französischem Akzent?

          Über ihren früheren italienischen Partner hat Jutta Speidel laut Neuem Blatt gesagt: „Der hat doch alle Zuwendung dieser Erde gekriegt! Halleluja! Wenn ich wieder auf die Welt komme, werde ich Liebhaber von Jutta Speidel – oder Hund bei ihr.“ Wir sind, Frau Speidel, keine Reinkarnationsexperten, aber müssten Sie, um wieder auf die Welt zu kommen, nicht vorher gehen? Wie könnten Sie denn dann Ihr Liebhaber werden? Und falls Sie bleiben dürften: Wenn Ihr neugeborenes zweites Ich ins liebhaberfähige Alter käme, wäre Ihr erstes Ich schon um die achtzig. Schwierig!

          Motiviert durch vierbeinigen Freund: Guido Maria Kretschmers Inspiration und gute Laune kommen von einer merkwürdigen Quellen.
          Motiviert durch vierbeinigen Freund: Guido Maria Kretschmers Inspiration und gute Laune kommen von einer merkwürdigen Quellen. : Bild: dpa

          Unser Tipp: Kommen Sie als Hund von Guido Maria Kretschmer wieder, da hat man es auch gut. Von In befragt, wie er seine Wohnung einrichte, erzählt der Designer: „Frank, die Hunde und ich sind eine Familie, daher ist es ein absolutes Muss, dass wir uns gleichermaßen wohl fühlen. Wir entscheiden stets zusammen, und jeder bringt seine Ideen und Wünsche ein.“ Da wären wir gern dabei, wenn die Hunde ihre Ideen einbringen und am Ende alle mit den Pfoten abstimmen.

          Kretschmer übrigens wird von In „Mister Superbusy“ genannt, und wir mussten das zweimal lesen, bis wir kapierten: Das soll heißen, dass Kretschmer so beschäftigt ist. Zuerst nämlich dachten wir, der Name käme daher, dass er Körbchengröße D trägt.

          Quelle: F.A.S.

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