28.01.2012 · 17 Tote sind aus den Trümmern der eingestürzten Häuser in Rio schon geborgen worden, mindestens neun Menschen werden noch vermisst. Helfer haben indes keine Hoffnung auf Überlebende mehr.
Nach dem Einsturz von drei Häusern im Zentrum von Rio de Janeiro haben die Retter inzwischen 17 Tote aus den Trümmern geborgen. Mindestens neun Menschen wurden am Samstag noch vermisst. Die Rettungsteams haben allerdings keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden. Angehörige und Freunde warteten in einem nahe gelegenen Gebäude auf Nachricht von den Vermissten.
Die Feuerwehr war mit rund 100 Mann und mehreren Baggern im Einsatz, die Arbeiten sollen noch bis mindestens Sonntag weitergehen. Die drei mehrstöckigen Häuser waren am Mittwochabend aus noch ungeklärter Ursache eingestürzt. Rios Bürgermeister Eduardo Paes schloss eine Gasexplosion aus. Experten vermuten, dass Baumängel oder möglicherweise illegale Bauarbeiten in einem der Gebäude die Tragödie auslösten.
Unter den Opfern sind nach Medienberichten auch mehrere Teilnehmer eines Informatikkurses, der am Unglücksabend in einem der Häuser abgehalten wurde. Einige Tote wurden bereits beigesetzt. Rios Gouverneur Sérgio Cabral ordnete für den Bundesstaat Rio eine dreitägige offizielle Staatstrauer an.