Die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung will bis auf weiteres auf die Verleihung ihrer Volksmusikpreise verzichten. Das teilte ein Sprecher der Stiftung am Sonntag auf Anfrage mit. Grund sind die Berichte über die nationalsozialistischen Verstrickung des Stifterpaares Maria und Max Wutz.
Das Ehepaar Wutz hatte der Hanns-Seidel-Stiftung in den achtziger Jahren ein Grundstück sowie Kapital vermacht. Aus dem Vermächtnis wurde der Volksmusikpreis gestiftet. Das Stifterpaar soll Berichten zufolge seit den zwanziger Jahren zu engen Vertrauten Adolf Hitlers gezählt haben.
Die Vergangenheit der Familie Wutz solle jetzt durch ein unabhängiges Gremium beleuchtet werden. „Bis zur Vorlage des Gutachtens wird es keine weiteren Preisverleihungen geben“, sagte der Sprecher weiter.
Schröcklich, schröcklich
Heinrich Keim (Meckerle)
- 11.11.2012, 16:43 Uhr
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- 11.11.2012, 14:19 Uhr