Mit dem Handy während der Fahrt zu telefonieren stellt ein erhebliches Unfallrisiko dar. Zumindest in diesem Punkt sind sich fast alle Länder Mitteleuropas einig. Studien belegen, dass Handyfahrer die gleiche Gefahrenquelle darstellen wie diejenigen, die sich mit 1,0 Promille hinters Steuer setzen.
Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ergab, dass in Deutschland 1997 wegen Telefonierens am Steuer 20 Todesfälle und 100 Schwerverletzte zu beklagen waren. Die Zahl der Mobiltelefone hat sich seither fast verdreifacht.
260 Mark Bußgeld in Polen
Fast überall in Mitteleuropa ist das Telefonieren während der Fahrt für Autofahrer wegen des Sicherheitsrisikos reglementiert. Verstöße können teuer werden. Lediglich in Frankreich, den Niederlanden und Schweden gibt es für Handynutzer während der Fahrt noch keine Einschränkung. In den anderen Ländern wird das Bußgeld teilweise nach Ermessen festgelegt. Eine Strafe kann entsprechend hoch ausfallen. Am teuersten wird es in Polen. Bis 260 Mark muss der erwischte Fahrer dort blechen. Danach kommt Spanien mit 200 Mark. In der Schweiz kostet es 120 Mark, in Dänemark 100 Mark.
Grundsätzlich verboten sind Handys im Auto in Griechenland, Luxemburg und Portugal. Wer dort mit dem kleinen Mobilen am Ohr erwischt wird, muss mit Bußgeld bis zu 100 Mark (in Luxemburg) rechnen.