In Hamburg ist ein sechs Jahre altes Mädchen nach Nierenversagen an Ehec gestorben. Nun wird mit Hochdruck nach der Ursache geforscht. Untersucht werden Lebensmittel in der Wohnung der Familie des Mädchens, aber auch im Supermarkt, wo die Familie eingekauft hatte.
Die Schule des Mädchens stellte es den Eltern am Montag frei, ihre Kinder zum Unterricht zu schicken. Dass sich das Kind im Hort angesteckt haben könnte, gilt als unwahrscheinlich, denn es gibt dort - wie auch im Umfeld der Familie - keine weiteren Krankheitsfälle.
Das Mädchen war innerhalb einer Woche nach Ausbruch der Krankheit, die durch einen aggressiven Darmkeim ausgelöst wird, gestorben. Die Behörden wollen nicht von einem Ehec-Ausbruch sprechen. Dennoch werden Erinnerungen an den Ehec-Ausbruch im vergangenen Jahr geweckt. Allerdings gibt es auch sonst immer wieder Ehec-Fälle, wie das Robert-Koch-Institut in Berlin mitteilte. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 53 Ehec-Todesfälle registriert. In anderen Jahren waren es viel weniger.
Frank Pergande Jahrgang 1958, politischer Korrespondent für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Schwerin.
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